Seine Rückkehr ist ein großer Erfolg für den Artenschutz, bedeutet aber auch eine Herausforderung, zum Beispiel für Landwirte und Nutztierhalter. Wir Menschen in Deutschland müssen wieder lernen, mit dem Wolf zu leben. Damit unser neuer, alter Nachbar bleiben kann, braucht er vor allem eines: Akzeptanz.

Das macht der WWF zum Schutz des Wolfes

Der Wolf zählt in Deutschland zu den „vom Aussterben bedrohten“ und daher „streng geschützten“ Tierarten. Seine Zukunft bei uns hängt aber davon ab, ob wir lernen, wieder mit den Tieren zu leben. Außerdem müssen vorhandene Wolfslebensräume erhalten bleiben und verbunden werden, damit Wölfe aus verschiedenen Vorkommen sich paaren können.

Immer wieder werden in Deutschland Wölfe überfahren und illegal geschossen. Der WWF arbeitet auf vielen verschiedenen Ebenen, um dem Wolf wieder eine dauerhafte Heimat in Deutschland und Europa zu sichern.

Der Wolf, der Mensch und das liebe Vieh

Der Wolf ist zurück – das lässt sich für Städter am Bürostuhl leicht begrüßen. Doch wie sieht es bei Viehhaltern aus, die um ihre Schafe fürchten? Wie kann man ein Zusammenleben von Wolf und Mensch zum beiderseitigen Nutzen organisieren? 

Wie gefährlich sind Wölfe?

Angriffe von Wölfen auf Menschen © WWF
Angriffe von Wölfen auf Menschen © WWF

Ein norwegisches Forscherteam hat weltweit Fälle zusammengetragen, bei denen Menschen von Wölfen angegriffen wurden. Die von WWF, NABU und IFAW beauftragte und jetzt vorgestellte Studie widmet sich der Frage, ob es parallel zum Wachstum der Wolfspopulationen, vor allem in Europa, automatisch auch mehr Angriffe von Wölfen auf Menschen gibt. Von 2002 bis 2020 fanden die Wissenschaftler:innen weltweit 498 Angriffe, von denen 26 tödlich endeten. Schwerpunktregionen für Konflikte sind Iran, Türkei und Indien. Der Großteil (78 Prozent) der Angriffe lässt sich auf Tollwut zurückführen. In Europa und Nordamerika – in denen die Lebensumstände von Menschen als auch Wölfen vergleichbar sind (ausreichend wilde Beutetiere, keine Tollwut, sozioökonomische Situation) – bestätigten die Wissenschaftler:innen in den vergangenen 18 Jahren insgesamt 14 von Wölfen angegriffene Menschen, von denen zwei Fälle (beide in Nordamerika) tödlich waren. Seit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland hat es hier keine tödlichen Angriffe und auch keine aggressiven Annäherungen von Wölfen an Menschen gegeben. 

Trotz aller Vorsicht: Dass es eine absolute Sicherheit nicht geben kann, muss allen bewusst sein. Das gilt für das Zusammenleben mit wilden Tieren genauso wie für den Umgang mit Haus-, Nutz- oder Zootieren.

Bei einer Begegnung mit Wölfen gelten deshalb die Grundregeln, die im Zusammenleben mit Wildtieren wie auch Fuchs und Wildschwein immer zu beachten sind:

  • Ruhe bewahren und Wölfen die Möglichkeit geben, sich zurückzuziehen. Wenn man sich unwohl fühlt, kann man sich groß machen, klatschen, die Wölfe bestimmt ansprechen oder rufen, oder sich langsam zurückziehen.
  • Nicht auf die Wölfe zugehen oder versuchen, sie zu streicheln oder zu füttern. Nicht nachlaufen, wenn sich die Wölfe zurückziehen. Auch Jungtiere nie anfassen. Bauten oder Wurfhöhlen nicht aufsuchen.

Wolfsheulen

Jeder Wolf hat seinen eigenen „Ruf“. Heulen stärkt den Zusammenhalt im Rudel, markiert das Revier und hilft bei der Partnersuche.

So helfen Sie den Wölfen

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