Der Wolf galt in Deutschland lange Zeit als ausgestorben. Doch seit der Jahrtausendwende kehrt er zurück. Derzeit leben hierzulande 158 Wolfsrudel, 27 Wolfspaare und 19 sesshafte Einzelwölfe (Stand 12/2021), die meisten davon in den östlichen Bundesländern. Nach wie vor zählt der Wolf in Deutschland zu den gefährdeten und daher „streng geschützten“ Tierarten.

Die Rückkehr des Wolfes ist ein großer Erfolg für den Artenschutz in Europa. Gleichzeitig kommt es durch seine Rückkehr zu Konflikten, insbesondere dort wo Wölfe ungeschützte Weidetiere töten. Seine Rückkehr schürt auch Unsicherheiten und Ängste – vor allem in Regionen wo er noch erwartet wird oder erst vor Kurzem zurückgekehrt ist.

Raubtier mit Familiensinn

Wölfe sind Anpassungskünstler und besiedelten einst die unterschiedlichsten Lebensräume. Heute leben in Europa etwa 14.000 Wölfe. Dass sie in der Nähe von Siedlungen gesehen werden, gehört in vielen Ländern Europas zur Realität. Denn: Wölfe meiden zwar den Menschen, nicht aber menschliche Strukturen.

Wölfe sind streng territoriale Tiere, die auf einer Fläche von 100 bis 350 Quadratkilometer im Familienverbund – dem Rudel – leben. Dieses besteht aus Eltern, vier bis sechs Welpen und den Nachkommen des Vorjahrs, den sogenannten Jährlingen.

In Deutschland ernähren sich Wölfe überwiegend von Rehen, Rot- und Damwild, Wildschweinen, und kleinen Wirbeltieren und haben eine wichtige ökologische Funktion: Sie erbeuten kranke und schwache Beutetiere bevorzugt und tragen somit zur Gesunderhaltung der Beutetiere bei.

Wie viele Wölfe gibt es?

Wölfe sind fast überall auf der Nordhalbkugel verbreite. Sie teilen sich in verschiedene Unterarten auf, darunter beispielsweise der Europäische Grauwolf (Eurasischer Wolf), der in Europa zu Hause ist, der Polarwolf, der in der Arktis lebt und der Timberwolf, der im Südosten Kanadas und im Osten der USA verbreitet ist. In Deutschland lebt der Europäische Grauwolf, schätzungsweise 1.000 bis 1.400 Tiere (Stand 12/2021) gibt es heute wieder in Deutschland, europaweit sind es etwa 17.000 (Stand 12/2021).

Das macht der WWF zum Schutz der Wölfe

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Viele Menschen sehen immer noch den „bösen Wolf“

Zwar ist der Wolf in Deutschland streng geschützt, bejagt wird er trotzdem: Immer wieder werden Wölfe überfahren und illegal geschossen. Der Wolf hat ein Akzeptanzproblem. Konflikte entstehen vor allem dann, wenn der Wolf ungeschützte Nutztiere tötet, die für ihn leichte Beute sind. Oder wenn er sich zu nah an menschliche Siedlungen heranwagt.

Der WWF unterstützt die natürliche Rückkehr des Wolfes nach Deutschland, setzt sich für ein Miteinander von Mensch und Wolf in der Kulturlandschaft ein und unterstützt praxistaugliche Wege dorthin.

Ziel des WWF ist es, dass sich Wölfe langfristig in geeigneten Regionen in ganz Deutschland etablieren können. Dafür müssen Konflikte zwischen Wolf und Mensch ernstgenommen, soweit möglich vermieden und auf ein Minimum reduziert werden.

Die Zukunft des Wolfes in Deutschland hängt davon ab, ob wir lernen, wieder mit den Tieren zu leben.

  • Wolf © Demodern Den Wolf in Augmented Reality erleben

    Wer einen Wolf in Ruhe und hautnah entdecken möchte, kann ihn sich hier per Klick auf einem mobilen Endgerät in die eigene Umgebung holen. Zur Augmented Reality

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