Im Hwange-Nationalpark gibt es kein permanentes natürliches Oberflächenwasser. Somit bestimmen ausgetrocknete Feuchtgebiete oder Auen, die sogenannten Vleis, sowie Böden aus Kalaharisand, der feinpulverige, rote Sand der Kalahari-Halbwüste, das Landschaftsbild.
Um Wildtiere dauerhaft in dem Gebiet anzusiedeln, wurden in den 1930er-Jahren, wenige Jahre nach der Eröffnung des Parks, etwa 60 künstliche Wasserstellen bis in die 1970er-Jahre angelegt. Heute sind viele davon funktionsfähig und helfen den Tieren, die monatelangen Trockenperioden zu überstehen.
Eine weitere Besonderheit ist die sehr große „Wilderness-Zone“ im Südwesten des Parks. Dieses Gebiet wird sich selbst überlassen und soll den Wildtieren Ruhe vor dem Menschen gewähren. Für den Tourismus hingegen ist der nördliche Abschnitt des Parks zugänglich. Besucher:innen schätzen die Weitläufigkeit des Parks. Abseits vom Massentourismus, wie in manch anderem Park, fühlt man sich im Hwange-Nationalpark der afrikanischen Wildnis besonders nah. Doch diese Wildnis ist bedroht.