21 Nationalparks und zahlreiche weitere Reservate und Schutzgebiete in den fünf Ländern sollen über ökologische Korridore verbunden und zu einem sicheren Netz für die Natur geknüpft werden. Das Gebiet ist eine riesige Chance sowohl für die Tierwelt als auch für die Menschen vor Ort. Hier lebt zum Beispiel die größte Population Afrikanischer Elefanten. Durch Wildtierkorridore sollen sie aus den gut geschützten Gebieten Botswanas, wo die Hälfte der Elefanten lebt, in die Gebiete Sambias und Angolas wandern, wo es noch genügend Raum für sie gibt. Die Bevölkerung profitiert vom Schutz der atemberaubenden Tierwelt zum Beispiel dadurch, dass jedes Jahr viele Natur-Touristen in das Gebiet kommen, um die Schönheit der Savanne zu bewundern.

Das KAZA-Schutzgebiet

Eine überwältigende Artenvielfalt charismatischer Wildtiere ist hier zu Hause: Elefanten, Büffel, Löwen, Leoparden, Giraffen und Flusspferde.

Lage: Südliches Afrika

Länder: Angola, Botswana, Namibia, Sambia, Simbabwe

Fläche: 520.000 Quadratkilometer - eine Fläche anderthalb mal so groß wie Deutschland

Lebensräume: Savannen, Feuchtgebiete und Wälder

Arten im Fokus des WWF

© Martin Harvey / WWF
Breitmaulnashorn
Porträt des Breitmaulnashorns im Fokus des WWF.
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© R.Isotti, A.Cambone / Homo Ambiens / WWF
Gepard
Porträt des Geparden im Fokus des WWF.
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© Ola Jennersten / WWF-Sweden
Afrikanische Elefanten
Porträt der afrikanischen Elefanten im Fokus des WWF.
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Ein männlicher Löwe im afrikanischen Tansania © Steve Morello / WWF
Löwe
Porträt des Löwen im Fokus des WWF.
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Wilderei und Mensch-Tier-Konflikte

Zu den großen Herausforderungen in der Projektregion gehören vor allem der Lebensraumverlust für Wildtiere, die Wilderei und illegaler Handel mit Wildtieren bzw. deren Teilen, wie Elfenbein oder Pangolin-Schuppen. Aber auch Konflikte zwischen Mensch und Tier müssen gelöst werden. Im Süden Afrikas beispielsweise haben sich die Bestände der Savannenelefanten seit den 1970er Jahren vielerorts wieder erholt. Bei ihrer Suche nach neuem Lebensraum stoßen sie auch in besiedeltes Gebiet vor und zerstören dabei Felder von Kleinbauern. In KAZA leben circa 2 Mio. Menschen und die meisten teilen sich den ländlichen Raum mit den Wildtieren. Auch die Löwen geraten in Konflikt mit dem Menschen. Sie finden an vielen Orten nicht mehr genug Beute und reißen in ihrer Not die Rinder. Manchmal greifen dann die Kleinbauern zur Selbstjustiz, wenn sie keinen anderen Weg mehr finden, ihr Vieh zu schützen. Manchenorts sterben sieben von zehn Löwen durch menschliche Hand.

Das macht der WWF im KAZA-Gebiet

© Gareth Bentley / WWF-US
Landwirtschaft in Kaza
Nachhhaltiger Ackerbau soll dabei helfen, die natürlichen Ressourcen zu schützen.
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Löwenfamilie am Okavango Delta in Botswana © John Van Den Hende
Herdenschutz in KAZA
Der WWF hilft beim Schutz der Viehherden - und damit auch den Löwen.
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Afrikanischer Löwe © Richard Barrett / WWF UK
Die Löwenschützer
Der WWF setzt sich für eine Reduzierung der Konflikte zwischen Tier und Mensch ein.
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Die Bäuerin Maureen Mbao © WWF
Maureen und ihr neues Leben
In einer ökologisch bedeutenden Region in Sambia hilft der WWF Kleinbauern.
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© Michael Poliza / WWF
Schutzgebiete über Grenzen
Fünf afrikanische Staaten entwickeln gemeinsam Schutzgebiete
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Elefant erwacht aus Narkose © Greg Armfield / WWF UK
Zustand und Bedeutung
Das südliche Afrika klingt nur für Ahnungslose nach dem Brummen der Flusspferde.
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Chilibombe © NACSO / WWF Namibia
Chili-Bomben im Einsatz
Die Öko-Waffe entwickelt einen beißenden Geruch, den gefräßige Elefanten meiden.
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Nashörner in Kaza © Harish Segar / WWF
Hwange-Nationalpark
Das größte Schutzgebiet Simbabwes ist der Hwange-Nationalpark.
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So können Sie helfen

  • Dorf im Kwandu-Gemeindeschutzgebiet in Namibia © Folke Wulf / WWF Notruf aus Namibia - Corona-Krise bedroht Schutzgebiete

    Das Corona-Virus erreicht nun auch den afrikanischen Kontinent und droht, sich zu einer sozialen und ökologischen Katastrophe in den ländlichen Gebieten auszuweiten. Weiterlesen ...