Seitdem sich das Gebirge vor etwa 40 Millionen Jahren auffaltete, hat sich dort eine erstaunliche Artenvielfalt entwickelt. Die Region ist die Heimat von mindestens, 300 Säugetierarten, 977 Vogelarten, 176 Reptilienarten, 105 Amphibienarten und 269 Süßwasserfischarten. Alleine im östlichen Teil leben 163 weltweit bedrohte Tierarten, darunter der Tiger und die drei größten Pflanzenfresser Asiens – der Asiatische Elefant, das Indische Panzernashorn und der Wasserbüffel.

Hotspot der Artenvielfalt

Die Arbeit des WWF konzentriert sich auf den östlichen Himalaja, der das Tiefland des indischen Subkontinents vom trockenen tibetischen Hochplateau trennt. Hier treffen die indische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinander. Klimatische Vielfalt und große Höhenunterschiede machen die Region zu einem der vielfältigsten Lebensräume der Erde.

Lage: Der östliche Himalaja bildet ein Gebiet, das sich auf ca.1.300 Kilometer Länge erstreckt – von Nepal über den Nordosten Indiens und Bhutan bis in den Norden Myanmars (Burma).

Fläche: 10 Millionen Hektar – das entspricht knapp der Fläche Islands.

Lebensraum: Das einzigartige Ökosystem von globaler Bedeutung besteht aus alpiner Tundra, subalpinen Nadelwäldern im Süden und den Strauchlandschaften, die in niedrigeren Höhenlagen nahe der Baumgrenze vorherrschen.

Arten im Fokus des WWF

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Der Klimawandel vernichtet die „Wassertürme Asiens“

Die Himalaja-Region steht vor vielen Herausforderungen. Der WWF unterstützt die politischen Entscheidungsträger:innen dabei, Lösungen zu finden, wie die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung gesichert und gleichzeitig ihr Naturerbe für die folgenden Generationen erhalten werden kann. Denn viele der verbleibenden Wälder sind unter Druck – die Nachfrage nach Holz und Nahrungsmitteln steigt. Schutzgebiete werden zu isolierten Nischen und ein international organisiertes Wilderei-Netzwerk macht Jagd auf die bedrohte Tierwelt.

Der Klimawandel ist jedoch die größte Herausforderung, vor der die Region steht: Das Gebiet erwärmt sich dreimal schneller als der weltweite Durchschnitt. Die einst mächtigen Gletscher am „dritten Pol der Erde" schmelzen schneller als je zuvor. Die „Wassertürme Asiens“ – lebenswichtige Süßwasserquelle für mehr als 500 Millionen Menschen in Asien droht zu versiegen.

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