Ästuare, also der Flut ausgesetzten Flussmündungen, zählen heute zu den vom Aussterben bedrohten Lebensräumen. Die Tideelbe als größtes Ästuar Deutschlands und eines der größten Ästuarien Europas fällt daher gesamtstaatliche Bedeutung zu. Brackwasserzonen finden sich hier genauso wie Süßwasserbereiche, Marschland genauso wie Deiche, Dünen und Röhrichte. Ob Wasser oder Land, das Projektgebiet bietet wertvollen Lebensraum für heimische Flora und Fauna.

Bedrohte Arten an der Tideelbe

Brachvogel © Ola Jennersten / WWF-Sweden
Brachvogel © Ola Jennersten / WWF-Sweden

So besonders das Ökosystem der Tideelbe, so besonders auch ihre Bewohner. 40 Arten der gesamtdeutschen und 111 Arten der niedersächsischen Roten Liste bedrohter Arten konnten bisher innerhalb der Projektregion nachgewiesen werden. Unter Wasser finden sich die durch die europäische Flora-Fauna-Habitatrichtlinie (FFH) geschützten Rapfen aus der Karpfenfamilie und Schnäpel aus der Familie der Lachsartigen. Meer- und Flussneunaugen verleihen dem Gebiet fossilen Charakter. An Land präsentieren sich die Tideelbe-Bewohner nicht minder schützenswert. Die Süßgrasart Elbe-Schmiele sowie der Schierling-Wasserfenchel, eine endemische Wasser- und Sumpfpflanzenart, gedeihen weltweit nur an den Ufern der Unterelbe. Hunderte von Zugvögelarten besuchen im Winter und Frühjahr die Salzwiesen, unter ihnen Brachvogel, Rohrweihe, Graugans und Säbelschnäbler.

Bedrohungen und WWF Arbeit vor Ort

Containerschiffe an der Elbmündung © Karl-Ulrich Stocksieker / WWF
Containerschiffe an der Elbmündung © Karl-Ulrich Stocksieker / WWF

Jahrhundertelange Bewirtschaftung wandelte die  gesamte Unterelbe in ein von unnatürlich harten Grenzen zwischen Land und Wasser geprägtes Gebiet. Die Folgen? Verheerend: Dämme und Deiche zähmen die natürliche Dynamik der ästuartypischen Überschwemmungsgebiete, Nähr- und Schadstoffe aus der Unterelbe rauben den aquatischen Tierarten regelrecht die Luft, der gestörte Sedimenthaushalt und schließlich Verschlickung bedrohen sauerstoffhaltige Flachwassergebiete. Heute gefährdet zudem der Hochseeschiffsverkehr den wertvollen Lebensraum in und an der Unterelbe. Starker widernatürlicher Wellenschlag beeinträchtigt die Watt-, Röhricht- und Auwaldflächen.

Gemeinsam mit Partnern wollen wir hier Flächen aufkaufen, um diese Flächen renaturieren zu können. Ihre Spende versetzt uns in die Lage, das größte Vorhaben zur Renaturierung von Ästuaren in Deutschland Wirklichkeit werden zu lassen.

Diese Umweltsünde stinkt buchstäblich zum Himmel!

Der Hamburger Senat von Bürgermeister Tschentscher will Hafenschlick direkt vor dem Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer abladen. 

Dort wo Seehunde und Schweinswale zu Hause sind, will Hamburg seinen giftigen Baggerschlamm in die Nordsee kippen. Das dürfen wir nicht zulassen! Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition und fordern Sie die Politik zum Handeln auf! Nur gemeinsam können wir diese Müllhalde im Wattenmeer noch verhindern.

Die geplante Schlick-Deponie befindet sich direkt neben der Vogelschutzinsel Scharhörn. Das streng geschützte Eiland ist ein einmaliger Lebensraum für bedrohte Vogelarten, die dort rasten und brüten. Wir dürfen nicht zulassen, dass mitten im Artensterben dieses Refugium mit tonnenweise Schlick überdeckt und zerstört wird!  

Bitte setzen Sie sich gemeinsam mit uns für einen Stopp der umweltschädlichen Pläne von Bürgermeister Tschentscher ein: Unterzeichnen Sie unsere Petition noch heute und erinnern sie die Politik daran, dass unser schönes Wattenmeer Weltnaturerbe ist!

Was macht der WWF an der Tideelbe?

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So können Sie helfen

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