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Stand: 26.11.2019

Freiwillige Vereinbarung Greifswalder Bodden

„Freiwillige Vereinbarung Naturschutz, Wassersport und Angeln im Greifswalder Bodden und Strelasund“

Greifswalder Bodden und Strelasund sind europäisches Vogelschutz- und FFH-Gebiet und somit in doppelter Hinsicht Teil des europäischen Schutzgebietsnetzwerkes Natura 2000. Seeadler, Gänse, Taucher, Meeresenten und viele Arten von Watvögeln schätzen dieses Rast-, Zug-, und Brutgebiet. Gleichzeitig befindet sich hier ein beliebtes Angel- und Wassersportrevier. Kann das gut gehen? Ja, wenn der Naturschutz und die Angler, Segler, Kanuten, Surfer und Motorbootfahrer an einem Strang ziehen.

 

Intensive Gespräche zwischen Wassersport- und Angelvereinen der Region, dem WWF sowie den zuständigen Behörden führten 2004 zur Unterzeichnung der „Freiwillige Vereinbarung Naturschutz, Wassersport und Angeln im Greifswalder Bodden und Strelasund“. Im Managementplan für das Natura 2000 Gebiet wird die freiwillige Vereinbarung als Schutzmaßnahme für verschiedene Lebensräume aufgeführt.

 

Die Grundlage der Vereinbarung ist eine Seekarte des Greifswalder Boddens und Strelasunds in der eine Befahrensregelung farblich dargestellt wird - die teils freiwillig, teils verpflichtend ist. Die roten Flächen stehen für ein ganzjähriges nichtbefahren und in den orangen Flächen gibt es Beschränkungen, die in den dazugehörigen Hinweiskästen erklärt werden.

 

Die Einhaltung der freiwilligen Vereinbarung wird über ein Bootmonitoring untersucht und die Ergebnisse alljährlich im Jahresbericht zur Schutzgebietsbetreuung veröffentlicht.

Informationen rund um den Bodden

Das Faltblatt „Der Greifswalder Bodden in Deiner Hand“ mit der Seekarte der freiwilligen Vereinbarung und Informationen zu Arten und Teilgebieten finden sie in den Häfen rund um den Greifswalder Bodden, im WWF Büro in Stralsund oder als PDF auf dieser Seite.

 

 

Speziell für Angler wurde die Broschüre „Angeln und Naturschutz im Greifswalder Bodden und Strelasund“ verfasst, die in den Häfen, Angelläden und Angelerlaubnis-Ausgabestellen rund um den Bodden kostenlos angeboten wird.

 

Derzeit wird an einer elektronischen Seekarte gearbeitet, die zukünftig über eine Smartphone App auf dem Greifswalder Bodden bei der Orientierung helfen wird.

 

Im Rahmen der Kooperation mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern werden zudem Informationstafeln und Poster zum Natura 2000 Gebiet entwickelt und aufgestellt.

Europäische Schutzgebiete des Greifswalder Boddens

Bucht des Greifswalder Boddens © Florian Hoffmann / WWF
Bucht des Greifswalder Boddens © Florian Hoffmann / WWF

Das „Natura 2000-Schutzgebietsnetz“ wurde angesichts des ungebremsten Verlustes vieler wildlebender Tier- und Pflanzenarten von der Europäischen Union ins Leben gerufen. Auf der Grundlage der Richtlinie zum Erhalt wildlebender Vogelarten und der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie erfolgt in den Mitgliedsstaaten der EU die Ausweisung der Natura 2000-Gebiete. Der Greifswalder Bodden ist beides: FFH-Gebiet und EU-Vogelschutzgebiet.

Naturschutzgebiete des Greifswalder Boddens

Naturschutzgebiete sind gemäß des Bundesnaturschutzgesetzes festgesetzte Gebiete zum Schutz von Natur und Landschaft. Im Bereich des Greifswalder Boddens und des südlichen Strelasundes gibt es 10 Naturschutzgebiete und ein Biosphärenreservat. Die Verordnungen und Behandlungsrichtlinien der Schutzgebiete können hier eingesehen werden. Zur Orientierung dienen die Karten der einzelnen Schutzgebiete.

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

 

Gefördert durch:

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

Kontakt

Florian Hoffmann
Schutzgebietsbetreuung
Natural Habitat Management

WWF Deutschland - Büro Ostsee
Neuer Markt 2
18439 Stralsund
Tel.: +49 (0)3831 282410
florian.hoffmann(at)wwf.de

   
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