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Stand: 23.07.2018

Uckermärkische Seen - zwischen Buchenwäldern und Orchideenwiesen

Uckermärkische Seenplatte © Rüdiger Mauersberger
Uckermärkische Seenplatte © Rüdiger Mauersberger

Die Uckermark im Nordosten unseres Landes ist außerordentlich reich an Naturschätzen und eine der beliebtesten Naturziele Deutschlands. Zwei große Naturparke prägen diese Landschaft. Auf der mecklenburgischen Seite der Naturpark Feldberger Seenlandschaft und direkt angrenzend, in dem größeren, brandenburgischen Teil der Naturpark Uckermärkische Seen. Bereits 1996 startete dort ein Naturschutzgroßprojekt von gesamtstaatlicher Bedeutung. Träger ist der Förderverein „Uckermärkische Seenlandschaft“. In diesem Gebiet mit einem Kernbereich von 25 Tausend Hektar werden Flächenkäufe und Biotopmaßnahmen aus Mitteln des Bundes, des Landes Brandenburg, des Landkreises Uckermark und Spenden des WWF finanziert. Wichtiges Ziel des Projektes ist die Sicherung dieser besonderen Naturperlen, der Schutz der natürlichen Wälder, Seen und Moore. Aber auch eine naturverträgliche Bewirtschaftung der Kulturlandschaft steht mit im Fokus.

Naturverträgliche oder naturfördernde Projekte

Uferschnepfe © Wild Wonders of Europe / Jari Peltomaeki / WWF
Uferschnepfe © Wild Wonders of Europe / Jari Peltomaeki / WWF

An den Naturraum Uckermärkische Seen werden unterschiedliche und zum Teil gegensätzliche Ansprüche aus dem Bereich Naturschutz, Erholung und Regionalentwicklung gestellt, was nicht selten zu Konflikten führt. Gemeinsam mit der Naturparkverwaltung fördert der WWF daher seit Jahren eine fruchtbare Kooperation mit Entscheidungsträgern aus Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, Tourismus sowie Handel und Gewerbe. Mit Erfolg: Eine lokale Aktionsgruppe "Naturparkregion Uckermärkische Seen" konnte ein Leitbild für eine naturverträgliche Regionalentwicklung erarbeiten und es wurden mit EU-Mittel aus dem so genannten "LEADER+"-Budget Projekte einer nachhaltigen ländlichen Entwicklung gefördert.

Ein Beispiel: Das Wasserwanderkonzept für die Wasserwanderstrecke von Feldberg nach Himmelpfort, die teilweise durch Naturschutzgebiete führt. Hier haben Naturparkverwaltung und WWF gemeinsam mit anderen relevanten Partnern ein Informations- und Leitsystem für die Paddler entwickelt und installiert. Auf diese Weise können die Kanuten optimal informiert und gelenkt werden, so dass die Störungen für Flora und Fauna deutlich reduziert werden konnten.

Das macht der WWF

Zerwelin Erlenbruch © Albert Wotke / WWF
Zerwelin Erlenbruch © Albert Wotke / WWF

Gemeinsam mit dem Förderverein Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft e.V. gelang es dem WWF bis heute, 8.770 Hektar wertvoller Buchenwälder, Moore, Orchideenwiesen und Klarwasserseen durch Ankauf zu sichern. Darunter befindet sich auch der ehemalige Truppenübungsplatz Tangersdorfer Heide, der gemeinsam mit dem Brandenburger Naturschutzfonds gekauft werden konnte. Der WWF leistet Unterstützung zum Beispiel zur Biotopverbesserung und Renaturierung von Mooren und Feuchtwiesen.

Darüber hinaus hat der WWF selbst besonders schutzwürdige Flächen erworben, um diese vor drohender Nutzung zu bewahren und den dort lebenden Pflanzen- und Tieren ihren Lebensraum zu erhalten. Dazu gehört z.B. das Naturschutzgebiet „Damerower Wald". Dieser kuppige, von Erlenbrüchen durchsetzte und 125 Hektar große Buchenwaldkomplex wurde Jahrzehnte lang forstwirtschaftlich genutzt. Der WWF hat diese Nutzung beendet und Renaturierungsmaßnahmen eingeleitet. Eine besondere Herausforderung stellt der rund 650 Hektar großen Barsdorfer Forst dar. Diesen Wald, der südlich an die Tangersdorfer Heide angrenzt und bisher von monotonen Kiefernforsten geprägt war, wird der WWF im Laufe der nächsten Jahre durch Waldumbau und Wiedervernässung zu einem artenreichen, ungenutzten Mischwald mit standortheimischen Baumarten umwandeln.

Das können Sie tun

Immer wieder werden naturschutzwürdige Flächen, die direkt an unsere Gebiete angrenzen, zum Kauf angeboten. Mithilfe Ihrer Unterstützung sind wir in der Lage, diese Naturschutzflächen rasch in unsere Obhut zu nehmen und dauerhaft als Naturparadies zu sichern.

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