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Stand: 27.08.2019

Schutz der Regenwälder im Annamiten-Gebirge

Wilderei bekämpfen, Abholzung verhindern und die Degradierung der Wälder stoppen - das sind die Ziele eines Projektes, das der WWF 2011 gemeinsam mit der KfW Entwicklungsbank in Südlaos und Vietnam gestartet hat. Im Januar 2019 startete die zweite Phase der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Annamiten-Gebirge. © Leonid Averyanov / WWF Greater Mekong
Annamiten-Gebirge. © Leonid Averyanov / WWF Greater Mekong

Erfolgreiche erste Phase

Dieser Erfolg kann sich sehen lassen: Auf einer Fläche von 5.600 Hektar wurde Wald angepflanzt. 195.000 Hektar Wald wurden unter Schutz gestellt, das entspricht etwa Dreiviertel der Fläche des Saarlandes. Der illegale Holzeinschlag ging um 40 Prozent zurück. Wildhüter entfernten über 100.000 Schlingfallen und zerstörten viele illegale Wilderercamps. Das Projekt, das nach sechs Jahren im April 2017 vorläufig endete, ist so erfolgreich, dass seine Ansätze nun für den gesamten Naturschutz in der Region übernommen werden sollen. Doch noch immer sind illegale Rodungen an der Tagesordnung. Deshalb startete im Januar 2019 die zweite Phase der Schutzmaßnahmen.

© Martin van der Bult / WWF
© Martin van der Bult / WWF

Kontinuierlicher Naturschutz ist wichtig

Dabei sollen etwa 200.000 Hektar Waldgebiete besser geschützt und das Schutzgebietsnetzwerk ausgeweitet werden. So soll der Bergwald erhalten bleiben, in dem sogar noch Gibbons und das geheimnisvolle Saola leben. Aber der Bergwald ist nicht nur ein Hort großer biologischer Vielfalt, sondern auch ein wichtiger Wasserspeicher für die Küstenregionen.

 

Das Projektgebiet liegt inmitten des Annamiten-Gebirges, das Zentralvietnam mit dem südlichen Laos verbindet. Entlang dieses Gebirgszugs existiert noch eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete des asiatischen Festlandes mit großer Artenvielfalt und zahlreichen endemischen Arten – nach Ansicht des WWF eine der ökologisch wertvollsten Regionen der Erde. Das Projektgebiet umfasst in Vietnam zwei Saola-Naturreservate und den Bach Ma-Nationalpark sowie in Laos das Xe Sap-Schutzgebiet. Diese Gebiete sind mit den vietnamesischen Naturreservaten von Phong Dien und Song Thanh über natürliche Waldkorridore verbunden.

 

Noch. Denn durch Entwaldung und illegalen Holzeinschlag schrumpfen die Waldgebiete zusehends zu kleinen Inseln inmitten abgeholzter Flächen. Mittlerweile bedroht die Degradierung der ökologisch wichtigen Waldkorridore die gesamte Ökoregion. Das wollen der WWF und seine Partner in Vietnam und Laos verhindern.

Auch hier brennt es. © Pham Ba Thinh / WWF GMP
Auch hier brennt es. © Pham Ba Thinh / WWF GMP

Phase 2: Wilderei bekämpfen, aufklären und Schutzgebiete sichern

Die Regierungen der beteiligten Provinzen Thua Thien Hue und Quang Nam in Vietnam sowie Salavan und Xekong in Laos haben sich gemeinsam mit dem WWF, den lokalen Ämtern für Landwirtschaft und Waldschutz und den Managern der beteiligten Schutzgebiete folgende Ziele gesetzt:

 

  • Nachhaltige Finanzierung der Schutzgebietsarbeit: Die Betreiber von Wasserkraftanlagen müssen Abgaben für den Waldschutz entrichten.
  • Aufklärungsarbeit, um die Nachfrage nach Wildfleisch von bedrohten Tierarten zu verringern.
  • Bekämpfung der Wilderei, um die Artenvielfalt zu erhöhen und die Säugetierpopulationen zu vergrößern.
  • 50 Anrainergemeinden der Schutzgebiete sollen durch zusätzliche Einnahmen aus Waldschutzverträgen profitieren.

 

Finanziert wird das Projekt von der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) über die KfW Entwicklungsbank mit 7 Millionen Euro sowie vom WWF Deutschland mit 0,75 Millionen Euro. Weitere Partner geben noch 0,75 Millionen Euro dazu.

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