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Stand: 23.07.2018

Der Elbebiber in der Fotofalle

Der Elbebiber ist das Symbol- und Charaktertier der Elbauen. Der größte Nager Europas war im 19. Jahrhundert fast ausgerottet. In den Elbauen fand er jedoch einen Rückzugsraum, von dem aus er sich – auch dank des Einsatzes vieler Naturschützer - seine Lebensräume in ganz Deutschland wieder zurückerobern konnte. An der Mittleren Elbe schützen wir seinen Lebensraum und beobachten seine nächtlichen Bauaktivitäten mit Wildtierkameras.

Biber sind mit bis zu 125 cm Körperlänge und einem Gewicht von bis zu 30 kg die größten Nagetiere Europas. Zu erkennen sind sie an ihrem platten, schuppigen Schwanz (auch Kelle genannt) und ihren großen, nachwachsenden Schneidezähnen. Die begnadeten Baumeister brauchen Reviere in Ufernähe, denn ein Biber ist zu 100% an Wasser gebunden. Sein optimaler Lebensraum sind große, vegetationsreiche Flussauen und urwüchsige Altarme, die von natürlichem Auwald umgeben sind. Aber auch kleinere Gewässer oder Gräben werden genutzt. Hauptsache die Rahmenbedingungen stimmen für den Vegetarier: geeignete Nahrung, wie zum Beispiel Wasser- und Uferpflanzen, sowie junge Baumrinde, genug Wasser zum Schwimmen und geeignete Ufer zum Burgenbauen.

Elbebiber auf seiner Burg © Thomas Stephan / WWF
Elbebiber auf seiner Burg © Thomas Stephan / WWF

Biber-Steckbrief

Name: Elbebiber (Castor fiber albicus)

Größe: 125 cm Länge

Alter: ungefähr 10 bis 12 Jahre

Markenzeichen: platter, schuppiger Schwanz und große, nachwachsende Schneidezähne

Nahrung: Der Biber ist Vegetarier. Am liebsten aber mag er junge Baumrinde und junge Pflanzentriebe

Lebensraum: große, vegetationsreiche Flussauen und urwüchsige Altarme, aber auch kleine Fließgewässer oder Gräben.

Schutzstatus: besonders geschützt

An der Mittleren Elbe findet der bedrohte Biber einen Rückzugsort

Biber-Fraßstelle, kurz vor dem Umfallen des Baumes © Bernd Eichhorn
Biber-Fraßstelle, kurz vor dem Umfallen des Baumes © Bernd Eichhorn

Der Biber wurde bis ins 20. Jahrhundert hinein bejagt und auch verzehrt. Aber auch die Begradigung von Bächen und Flüssen und die Entwässerung von Wiesen und Äckern trug zur Dezimierung seines Lebensraums und somit auch zum Verschwinden der Biber bei. Ab der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Schutzprogramme umgesetzt und Biber in ganz Deutschland wieder angesiedelt. Auch an der Mittleren Elbe hat sich der stark dezimierte Bestand durch intensive Bemühungen, wie die Ausweisung von Naturschutz- und Biberschongebieten, der Anerkennung des Elbebibers als vom Aussterben bedrohte Tierart sowie durch den Einsatz vieler ehrenamtlicher Biberbetreuer wieder erholt. Der WWF schützt und renaturiert den natürlichen Lebensraum der Biber an der Mittleren Elbe, damit ihr Bestand weiter stabil bleibt. Was dem Passanten normalerweise verborgen bleibt, bringen die Fotofallen auf den WWF-Flächen ins Bild: die emsige Arbeit des nachtaktiven Nagers.

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