Das WWF-Projekt „Klimaangepasste Halligen im Wattenmeer“ unterstützt von der Deutschen Postcode Lotterie, soll helfen, die Anpassung der Halligen an den ansteigenden Meeresspiegel zu verbessern.

Eine WWF-Studie „Land unter im Wattenmeer“ zeigt die dramatischen Folgen des Klimawandels für die Natur und mögliche Lösungen für die Halligen auf, wenn der Meeresspiegel zukünftig schneller ansteigt.

Einmalige Natur- und Kulturlandschaft

Salzwiese Kolkrand auf Hallig Hooge © Hans-Ulrich Rösner / WWF
Salzwiese und Warft auf Hallig Hooge © Hans-Ulrich Rösner / WWF

Weltweit einzigartig – das sind die Halligen im Wattenmeer an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. „Schwimmende Träume" hat sie der Dichter Theodor Storm einst genannt. Knapp 300 Menschen leben gemeinsam mit rund 60.000 brütenden Küstenvögeln auf diesen kleinen Inseln im Wattenmeer. Die vielen Austernfischer, Seeschwalben und Möwen brüten dort in hoher Dichte auf etwa 2.000 Hektar Salzwiesen. Weitere zehntausende Wat- und Wasservögel, die wie Ringelgänse und Knutts aus der Arktis kommen und das Wattenmeer außerhalb der Brutzeit aufsuchen, rasten hier.

Luftbild Landunter Halligen im Wattenmeer © Martin Stock
Land unter bei Sturmflut auf Hallig Langeneß im Wattenmeer © Martin Stock

Die Häuser der Menschen auf den Halligen stehen auf Warften, inmitten des Nationalparks und Weltnaturerbes Wattenmeer. Warften sind Wohnhügel, auf denen die Häuser vor Überflutungen geschützt sind. Denn das Halligland wird mehrmals im Jahr bei Sturmfluten überschwemmt. Der Schutz der Menschen vor Sturmfluten war und ist daher ein ganz wichtiges Ziel.

Klimawandel im Wattenmeer – Halligen vor dem Meeresspiegelanstieg retten

Sturmflut auf Hallig Langeneß © Björn M. Philipps
Sturmflut auf Hallig Langeneß © Björn M. Philipps

Der Klimawandel und der zukünftig beschleunigte Meeresspiegelanstieg sind eine große Bedrohung für das gesamte Wattenmeer. Auch die Halligen werden davon stark betroffen sein. Der Klimawandel lässt den Meeresspiegel steigen, sodass für die Menschen bei Sturmflut noch größere Gefahr entsteht. Auch die Nester der Küstenvögel drohen Opfer häufigerer Fluten zu werden. Um die Halligen zu retten, ist vor allem globaler Klimaschutz nötig, aber auch zusätzliche Anpassungsmaßnahmen vor Ort.

Klimakrise bekämpfen

Der WWF setzt sich dafür ein, dass sich das einzigartige Ökosystem der Halligen auch an die Klimakrise anpassen kann. Wenn wir die Halligen und andere betroffene Gemeinden und Regionen retten wollen, muss die Politik große Anstrengungen unternehmen, um die Klimakrise weltweit zu bekämpfen und das Pariser Abkommen umzusetzen.

WWF-Studie: „Hallig-Brutvögel in Gefahr“

Austernfischer und Rotschenkel auf Hallig Hooge © Hans-Ulrich Rösner / WWF
Austernfischer und Rotschenkel auf Hallig Hooge © Hans-Ulrich Rösner / WWF

Die WWF-Studie „Land unter im Wattenmeer“ benennt die Gefahren, die für die hohen Naturwerte auf den Halligen bestehen, allen voran für die dort brütenden Küstenvögel. Sie sucht nach Möglichkeiten, wie Küstenschutz und Naturschutz gemeinsam zu einer naturverträglichen Anpassung der Halligen an den Meeresspiegelanstieg beitragen können. In einem Zukunftsszenario für das Jahr 2030 zeigt die Studie mögliche Lösungen für eine typische Hallig auf. Dies könnten z. B. besser steuerbare Sieltore, eine grünere Uferbefestigung sowie an einigen Stellen unterstützende Sandaufspülungen sein. Diese und andere Ideen sollen diskutiert und getestet werden.

WWF-Projekt „Klimaangepasste Halligen im Wattenmeer“ unterstützt durch die Deutsche Postcode Lotterie

Durch das WWF-Projekt „Klimaangepasste Halligen im Wattenmeer“ sollen die Voraussetzungen dafür verbessert werden, dass ausgewählte naturbasierte Küstenschutzmaßnahmen in anschließenden Pilotprojekten getestet werden können. Die Deutsche Postcode Lotterie unterstützt dieses Vorhaben. Vielen Dank!

Deutsche Postcode Lotterie

Das WWF-Projekt „Klimaangepasste Halligen im Wattenmeer“ wird unterstützt von Teilnehmenden der Deutschen Postcode Lotterie.

So können Sie helfen

  • Sanderling-Rastplatz im Wattenmeer © Hans-Ulrich Rösner / WWF Wattenmeer

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