Anfang 2025 wurden die mobilen Apotheken eingerichtet und die Schulungen für die Heiler:innen-Teams haben begonnen. Im Rahmen der Ausbildung wird grundlegendes medizinisches Wissen vermittelt. Außerdem wird der sichere Einsatz ausgewählter Medikamente sowie das Erkennen schwerer Krankheitsverläufe gelehrt.
Da die meisten Teilnehmer:innen nicht lesen und schreiben können, kommen visuelle Hilfsmittel wie etwa Piktogramme zur Kennzeichnung von Medikamenten und Dosierungen zum Einsatz. Das Wissen wird vor allem praktisch vermittelt, beispielsweise durch Übungen, Rollenspiele und gemeinsames Anwenden.
Die Schulungen finden im Projektzeitraum mehrmals statt und bauen aufeinander auf. Dieses schrittweise System der Ausbildung ermöglicht es, die Inhalte im Projektverlauf an die Bedürfnisse der einzelnen Dorfgemeinschaften anzupassen.
Mittlerweile wurden vierzehn indigene traditionelle Heiler:innen erfolgreich ausgebildet. Sie betreiben bereits alle sieben geplanten mobilen Apotheken in der Lobéké-Region. Nach ihrer Ausbildung bleiben die Heiler:innen nicht sich selbst überlassen: Ausgebildete Pflegekräfte aus lokalen Gesundheitszentren führen monatliche Kontrollbesuche durch und versorgen die mobilen Kliniken mit Nachschub.