Doch auch außerhalb der staatlichen Schutzgebiete gibt es weite Flächen, die für den Erhalt dieser großartigen Landschaft unerlässlich sind. Ihr Schutz gelingt beispielsweise durch die Errichtung von Gemeindeschutzgebieten, die auch als „Conservancy“ bezeichnet werden.
So war die Gründung der Siana-Conservancy im Jahr 2016 für die Mara-Siana-Landschaft in Kenia ein Meilenstein in der Naturschutzarbeit. Der WWF unterstützt die Arbeit vor Ort im Rahmen seines ambitionierten „Unganisha-Programms“ und hat seither viel erreicht: Die Fläche der Siana-Conservancy wuchs von 5.000 auf 10.000 Hektar an. Weitere wichtige Gebiete wurden als Wildtierkorridore geschützt, so dass der WWF insgesamt über 40.000 Hektar wertvollste Lebensräume sichern konnte.
Im Jahr 2026 ist nun ein weiterer wichtiger Erfolg gelungen: Im Februar fanden Wahlen zur Einrichtung eines weiteren Gemeindeschutzgebiets statt, bei denen sich die Landeigentümer:innen für die Gründung der Ripoi-Conservancy entschieden und eine eigene Selbstverwaltung wählten. Vorausgegangen war ein jahrelanges unermüdliches Engagement des WWF und seiner Partner:innen. Die neue Conservancy ist mit über 20.000 Hektar etwa doppelt so groß wie die Siana-Conservancy.
Mit der Ripoi-Conservancy vergrößern sich die für den Naturschutz gesicherteren-Flächen noch einmal erheblich: Einschließlich der Wildtierkorridore beträgt das vom WWF und seinen Partnern betreute Gebiet in der Mara-Siana-Landschaft nun rund 60.000 Hektar. Insgesamt sind über 3.500 Landeigntümer:innen daran beteiligt.
Die Ripoi-Conservancy bildet dabei das Herzstück dieser Landschaft. Ihre bewaldeten Hügel und weiten offenen Savannen sind Lebensraum einer großen Vielfalt an Tierarten und Teil des wichtigsten Elefantenkorridors der nordöstlichen Mara. Zur Ripoi-Conservancy gehören aber auch weites Grasland und Baumsavannen, die den großen Wildtierherden Kenias bieten.