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Stand: 31.01.2018

Umweltverträgliche Bergung von Geisternetzen

Für das MARELITT Baltic Projekt hat der WWF Deutschland eine Umweltstudie anfertigen lassen. Die Studie untersucht, wie verträglich die verschiedenen Netzbergemethoden für die Ostsee sind. Die Suche und Bergung mit der Netzharke, dem kleineren estnischen Haken oder Suchanker, und die Bergung mit Tauchern werden hier von allen Seiten beleuchtet.

 

Dabei ist es für den WWF wesentlich, die empfindlichen Lebensräume am Meeresboden der Ostsee zu schützen und negative Auswirkungen durch die Netzsuche und -bergung so weit wie möglich zu vermeiden. Wie erwartet hat sich bei dieser Untersuchung gezeigt, dass auf empfindlichen Untergründen wie Muschelbänken und Blasentangflächen behutsam mit Tauchern gesucht werden sollte. Seegraswiesen sind so sensitiv, dass hier auf die Suche nach Geisternetzen verzichtet werden muss.

 

Diese Studie wird öffentlich als Entscheidungshilfe auf der Webseite marelittbaltic.eu zur Verfügung gestellt, damit zukünftige Bergungsaktionen umweltschonend mit dem empfindlichen Lebensraum Ostsee umgehen können.

Die Netzharke im Einsatz

Statt mit Tauchern mühsam Netzteile von Wracks loszuschneiden, können – abhängig vom Untergrund – herrenlose Fischernetze mit einer Spezialkonstruktion vom Meeresboden geangelt werden.

Netzharke auf Meeresgrund © Christian Howe / submaris / WWF
Netzharke auf Meeresgrund © Christian Howe / submaris / WWFLupe
Wie tief ist die Spur der Netzharke? © Christian Howe / submaris / WWF
Wie tief ist die Spur der Netzharke? © Christian Howe / submaris / WWFLupe

Um sicherzugehen, dass unsere Netzharke den Meeresboden nicht schädigt, wenn man damit großflächig nach Netzen sucht, haben Taucher bei Tests die Schleppspur der Netzharke im Geschirr gemessen und gefilmt. Die Messungen sind in die von externen Gutachtern verfasste Studie zur umweltverträglichen Netzbergung eingeflossen.

Grundlage für zukünftige Bergungsaktionen

Die Studie zur umweltverträglichen Netzbergung berücksichtigt viele charakteristische Lebensräume in der Ostsee. Wie empfindlich der Meeresboden auf verschiedene Methoden zur Netzsuche und -bergung reagiert, bildet auch die Grundlage für Entscheidungen zum Entfernen von Geisternetzen in zukünftigen Bergungsaktionen. Als Entscheidungshilfe für professionelle Bergungsteams wird die Studie auf der Seite marelittbaltic.eu öffentlich zur Verfügung gestellt. 

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