Um das Überleben der Löwen im Hwange-Nationalpark zu sichern, setzt der WWF verstärkt auf Schutz durch friedliche Koexistenz. Ein zentraler Baustein hierfür ist das Monitoring: Mithilfe von Kamerafallen, GPS-Halsbändern und Berichten von Rangerinnen und Rangern werden die Bewegungen der Tiere erfasst, um Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu verhindern und um im Ernstfall schnell auf mögliche Wilderei reagieren zu können – mindestens zehn Löwinnen werden mit GPS-Sendern ausgestattet.
Feldteams überprüfen außerdem regelmäßig die Löwenrudel und melden Auffälligkeiten direkt an die zuständigen Behörden. Ergänzend unterstützt der WWF Anti-Wilderei-Maßnahmen durch Training, Ausrüstung und operative Hilfe vor Ort.
Ein weiterer wichtiger Ansatz ist die enge Einbindung der lokalen Bevölkerung in den Löwenschutz. Der WWF bildet Gemeindemitglieder zu „Lion Guards“ aus, die im Umgang mit Mensch-Tier-Konflikten geschult werden und so sowohl Menschen und ihr Vieh als auch die Löwen schützen.
Darüber hinaus stärkt der WWF die Gemeinden durch Bildungsangebote, Schulprogramme und alternative Einkommensmöglichkeiten wie Imkerei oder Chili-Anbau. Verbesserte agrarökologische Methoden und ein nachhaltigeres Viehmanagement verringern den Druck auf Lebensräume und fördern das friedliche Zusammenleben von Mensch und Löwe. Praxiserprobte Schutzmaßnahmen wie mobile Bomas, Chili-Zäune und weitere Abschreckungsmethoden helfen dabei, Nutztiere und Felder besser zu sichern.