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Das größte Feuchtgebiet der Erde – das Pantanal

Pantanal © Fritz Poelking / WWF
Pantanal © Fritz Poelking / WWF

Fast genau im Herzen des südamerikanischen Kontinents erstreckt sich eines der artenreichsten Biotope der Welt, das Pantanal. Aufgrund seiner globalen ökologischen Bedeutung wurden kleine Teile des Pantanal in Brasilien im Jahr 2000 zum Weltnaturerbe erklärt, denn eine Vielzahl von Tieren und Pflanzenarten ist ausschließlich in dem Feuchtgebiet zwischen Bolivien, Paraguay und Brasilien beheimatet. Das Pantanal besteht aus scheinbar endlosen Kilometern überfluteten Gras- und Feuchtlandschaften.

Das Pantanal: die endlose Feuchtsavanne

Pantanal - das größte Feuchtgebiet Südamerikas © WWF (zum Vergrößern bitte klicken)
Pantanal - das größte Feuchtgebiet Südamerikas © WWFLupe

Streng genommen ist das Pantanal ein gigantischer Teppich aus verschiedenen Seen, Flüssen, Auen und Sümpfen.

 

Lage: Erstreckt sich zum Großteil über den mittleren Westen Brasiliens. Kleinere Gebiete befinden sich zudem in den westlich anschließenden Nachbarstaaten Paraguay und Bolivien.

 

Fläche: Mit einer Fläche von etwa 230.000 km² ist es fast halb so groß wie die Bundesrepublik Deutschland.

 

Lebensraum: In einem regelrechten Labyrinth aus Flussarmen, Feuchtwäldern und Trockenzonen leben etwa 650 verschiedene Vogel- und  240 verschiedene Fischarten, sowie etwa 60 Amphibien – und 100 Reptilienarten. Mindestens 120 Säugetierarten sind hier beheimatet und sagenhafte 1.700 Pflanzenarten.

Bedrohung: Auf den Menschen folgt die Zerstörung

Das Pantanal war für viele Menschen jahrhundertelang schlichtweg nicht erreichbar. Doch die Zivilisation rückt immer näher voran und bedroht die einzigartige Landschaft. Fast täglich verringern sich die Flächen der Feuchtgebiete. Oftmals werden die Feuchtgebiete, wenn sie erst einmal erschlossen sind, in Weideland oder Anbaufläche für Zuckerrohr und Soja umgewandelt.

 

Um die Landschaft wirtschaftlich zu erschließen, entstehen immer mehr Straßen, die die sensiblen Gebiete fragmentieren. Das hat gravierende Folgen für die Flora und Fauna und letztendlich für das gesamte Ökosystem. Die Jagdreviere schrumpfen und es kommt zu Mensch-Tier Konfikten, wenn Kälber gerissen werden. Immer wieder wüten Feuer, die nur schwer gelöscht werden können.

Das tut der WWF

Der WWF arbeitet eng mit der Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) zusammen. Der WWF ist dabei die für die Durchführung verantwortliche Projektpartner. Das  Ziel dabei ist: den Ausstoß der Klimagase zu reduzieren, die hydrologischen Ressourcen zu schützen und der Bodenerosion vorzubeugen.

 

Grundlegend dafür ist eine nachhaltige Landnutzung. Die lokalen Behörden müssen gestärkt und die Bevölkerung geschult werden. Der WWF erarbeitet darüber hinaus Karten und Landpläne, die als Grundlage für Schutz und Management der Gebiete dienen.

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