Wissenschaftler:innen sind sich noch nicht ganz einig, ob es eine einzige Giraffenart oder sogar vier getrennte Arten in Afrika gibt. Egal wie viele es am Ende sind, sie alle haben eines gemeinsam: Sie brauchen weite, intakte Savannenlandschaften mit passenden Nahrungsbäumen.

Doch immer weiter dringt der Mensch in ihren Lebensraum vor, immer öfter wird Savanne in Weidefläche und Felder umgewandelt, für Siedlungen oder Bergbau degradiert. Und auch der Klimawandel und damit einhergehende Dürren macht den Tieren zu schaffen.

Seit 2016 führt die Internationale Rote Liste die Giraffen als Status „gefährdet“. Schätzungsweise weniger als 100.000 der einst weit verbreiteten Tiere gibt es noch, die meisten davon im östlichen und südlichen Kenia.

Die mit dem langen Hals

Bis zu sechs Meter hoch kann eine Giraffe werden, damit ist sie das höchste Säugetier der Erde. Der lange Hals bringt einen entscheidenden Vorteil bei der Nahrungssuche: maximal noch Elefanten konkurrieren mit den Giraffen, niemand sonst erreicht Blätter und Knospen der Bäume so hoch oben.

Auffällig ist bei den Giraffen nicht nur der Hals, auch ihre Fellzeichnung ist besonders. Jedes Tier hat ein eigenes Muster, es ist so einzigartig wie der menschliche Fingerabdruck. So können einzelne Tiere, zum Beispiel zu Forschungszwecken, unterschieden werden. Die Fellzeichnung unterscheidet auch die Bestände in den verschiedenen Regionen voneinander.

Giraffen haben nicht nur einen langen Hals, sondern auch lange Beine. Aufgrund ihrer enormen Schrittlänge erreichen die Tiere Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h. Dieses Tempo halten sie allerdings nur auf kurzen Strecken.

Das macht der WWF zum Schutz der Giraffen

Gejagt wegen Fleisch und Knochen

Heute sind Giraffen in weiten Teilen Afrikas selten geworden, dabei haben die eleganten Tiere eine wichtige Funktion im Ökosystem Savanne: Sie halten die Landschaft offen. Wenn die Giraffen ausgerottet werden, kann kein anderes Tier diese Lücke füllen.

Besonders zu schaffen macht den Tieren die immer intensiver werdende Landwirtschaft. Savanne wird in Äcker umgewandelt oder von Rinderherden überweidet, Bäume werden gefällt. Auch Wilderei gefährdet die Tiere. Zunächst hauptsächlich gejagt wegen ihres Fleisches und ihrer Häute kommt seit einiger Zeit auch noch der Glaube an vermeintliche Heilkräfte hinzu: Ihr Knochenmark und ihr Gehirn sollen angeblich AIDS heilen.

Wenn die Giraffen verschwinden, verschwindet eines der faszinierendsten Tiere dieses Planeten. Helfen Sie uns, diese besondere Art zu retten.

So helfen Sie den Giraffen