So weit verbreitet sie auch sein mögen: Einige Leoparden-Unterarten sind vom Aussterben bedroht. Der Schneeleopard, trotz der Namensgleichheit eine eigenständige Art, gilt als gefährdet. Immer stärker dringt der Mensch in den Lebensraum der Tiere vor, Konflikte nehmen zu, die intensive Nutzung der Landschaft isoliert Populationen voneinander. Unter diesem Druck erholen sich die Bestände nur langsam. Der WWF konzentriert seine Schutzbemühungen auf den Amur-Leoparden an der Grenze zwischen Russland und China, den Persischen Leoparden in der Ökoregion Kaukasus sowie auf den Schneeleoparden im mongolischen Teil der Ökoregion Altai-Sajan.

Leoparden leben in diesen Regionen weltweit

Anpassungsfähige Großkatze

Leoparden sind wahre Anpassungskünstler. Dies zeigt sich zum einen in der Vielfalt ihrer Lebensräume, die kaum unterschiedlicher sein könnten: von trockenen Savannen bis hin zu eisigen Bergregionen kommen sie überall gut zurecht. Zum anderen auch in der Wahl ihrer Beutetiere: Leoparden jagen kleine Säuger ebenso wie große Wildtiere, die weit schwerer sind als die Leoparden selbst.

Amur-Leopard, Persischer Leopard und Schneeleopard bevorzugen meist große Beutetiere. Zusammen mit anderen Großraubtieren regulieren sie so die Wildbestände auf natürliche Weise. Die Reviere von Leoparden können mehrere hundert Quadratkilometer groß sein. Die Größe hängt davon ab wie gut Ressourcen, allen voran Beutetiere, verfügbar sind.

Das macht der WWF zum Schutz der Leoparden und Schneeleoparden weltweit

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Ihr Lebensraum schwindet

Einige Leoparden-Unterarten und der Schneeleopard führen einen echten Überlebenskampf: Wilderei auf Leoparden, aber auch auf ihre Beutetiere, macht ihnen zu schaffen.

Hinzu kommt der Verlust ihres Lebensraums: Der Klimawandel verändert die Ökosysteme – vor allem in den Hochgebirgen – dramatisch; der Mensch benötigt immer mehr Fläche für die Landwirtschaft oder für den Tagebergbau. Die intensiv genutzten Gebiete werden zersiedelt, die Leoparden-Populationen voneinander isoliert. Das führt dazu, dass die ohnehin schon stark geschrumpften Bestände weiter zurück gehen.

Es braucht grenzübergreifende Schutzmaßnahmen und einen effizienten Kampf gegen die Wilderei, um diese Entwicklung aufzuhalten. Erste Erfolge machen Hoffnung: Die Schneeleoparden-Bestände in der Mongolei sind stabil.

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