Bei den Saiga-Antilopen werden zwei Unterarten unterschieden: Die Westliche Saiga und die Mongolische Saiga. Die Westliche Saiga lebt hauptsächlich in Kasachstan, ihr Bestand wird auf 120.000 Tiere geschätzt. Beide Arten werden von der Weltnaturschutzunion IUCN als vom Aussterben bedroht gelistet.

Der WWF konzentriert seine Schutzbemühungen auf die Mongolische Saiga in der südwestlichen Mongolei. Wilderei und der Ausbruch einer tödlichen Seuche sowie extreme Winter in den Jahren 2017 und 2018 hatten ihre Bestände dramatisch reduziert: von 11.000 auf nur noch 3.400 Tiere.

Doch Schutzbemühungen und zwei nachfolgende milde Winter zahlen sich aus: Die Population der Saigas in der West-Mongolei hat sich erholt – heute leben dort wieder etwa 10.000 Tiere.

Eine ganz besondere Nase

Das wohl auffälligste Merkmal der Saiga-Antilope ist ihre ungewöhnliche Nase. Das aufgeblähte, bucklige Organ überragt den Mund, formt einen beweglichen kurzen Rüssel und erinnert ein bisschen an den „Fernseh-Außerirdischen“ Alf.

Die anatomische Besonderheit ist eine Anpassung an ihren extremen Lebensraum. In den zentralasiatischen Steppen, in denen das Thermometer im Winter bis weit unter den Gefrierpunkt fällt, im Sommer aber auf über 40 Grad Celsius steigen kann, hilft die verlängerte Nase der Saiga-Antilope bei der so genannten Thermoregulation.

Im Winter wird die eiskalte Atemluft im gewundenen Inneren der Nase vorgewärmt. Im Sommer wiederum wird das Blut in der feuchtkalten und stark durchbluteten Nasenschleimhaut ein paar Grad heruntergekühlt, um das Hirn vor Überhitzung zu schützen.

Das macht der WWF zum Schutz der Saigas

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Was fressen Saiga-Antilopen?

Der Lebensraum der Saigas sind die offenen Steppen und Halbwüsten Zentralasiens. Die Gräser, die hier wachsen, sind die Hauptnahrungsquelle der Saiga-Antilopen. Sie fressen neben Gräsern aber auch Kräuter, Flechten und Sträucher. Saigas decken ihren Wasserbedarf im Frühjahr vor allem über die Nahrung. Wenn im Sommer der Feuchtigkeitsgehalt der Pflanzen sinkt, bevorzugen sie Sukkulenten, das sind Pflanzen mit hohem Wassergehalt.

Wilderei, Lebensraumverlust und Krankheiten bedrohen die Saigas

Es ist der Mensch, der die kleinen Steppen-Antilopen an den Abgrund gedrängt hat: Illegale und unkontrollierte Jagd sowie der Verlust geeigneten Lebensraums und die Unterbrechung ihrer traditionellen Wanderrouten durch menschliche Infrastruktur machen ihnen zu schaffen.

Gewildert werden bis heute vor allem männliche Antilopen – wegen ihres Horns, dem in der Traditionellen Chinesischen Medizin Heilwirkungen nachgesagt werden, aber auch als ihres Fleisches wegen.

Neben der direkten Bejagung und dem Lebensraumverlust sind es Extremwetter-Ereignisse und Tierseuchen, die in der Vergangenheit immer wieder große Bestände dahingerafft haben. Dass es zu solch katastrophalen Massensterben kommt, liegt vermutlich an den sich verändernden Umweltbedingungen. Und am Kontakt mit Viehbeständen der Menschen.

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