Im 20. Jahrhundert hat das Kongobecken durch die Kolonialmächte empfindlichen Schaden genommen: Diese nutzten bestehende Handelsrouten, um Wälder und Bodenschätze auszubeuten; die einheimische Bevölkerung wurde entlang von Straßen umgesiedelt, um ihre Arbeitskräfte nutzen und gezielt missioniarisch tätig werden zu können, und zugleich die traditionelle Nutzung durch die lokale Bevölkerung eingeschränkt.
Heute stehen immerhin 15 Prozent des Kongobeckens, welches das zweitgrößte zusammenhängende tropische Regenwaldgebiet der Welt nach dem Amazonas beheimatet, unter Schutz. Ein Erfolg für den Erhalt der Biodiversität und den Klimaschutz. Zu verdanken ist dieser dem Zusammenwirken der souveränen Staaten im Kongobecken nach Ende der Kolonialzeit sowie der finanziellen, technischen und konzeptionellen Unterstützung internationaler Naturschutzorganisationen.