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Stand: 03.03.2016

Salonga: Zweitgrößte Regenwaldschutzgebiet der Welt

Der Salonga Nationalpark ist das zweitgrößte Regenwaldschutzgebiet der Welt. Mit seiner Größe von 33.346km² ist er der größte geschützte Primäreregenwald in Afrika. Er ist so groß wie Belgien. Der typische Tieflandsregenwald ist Heimat für eine Vielzahl charismatischer Arten wie dem Waldelefanten, der Bongo-Antilope, dem Riesenschuppentier, und dem kongolesischen Pfau. Über 130Fischarten und 220 Vogelarten sind hier beschrieben.

Der Salonga ist der größte bewaldete Nationalpark in Afrika © Karine Aigner / WWF-US
Der Salonga ist der größte bewaldete Nationalpark in Afrika © Karine Aigner / WWF-US

Der Nationalpark ist auch das weltweit einzige Schutzgebiet, das die kleinste bekannte Menschenaffenart – den Bonobo – beherbergt. 40% der weltweiten Population, also etwa 15.000 Tiere, leben hier.

 

Als exemplarisches Beispiel für das Ökosystem Afrikanischer Tieflandsregenwald wurde der Salonga Nationalpark 1984 von der Weltgemeinschaft in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätten aufgenommen. Seit 1999 findet sich der Park auf der Liste der bedrohten Welterbestätten.

Lage des Nationalparks in der Demokratischen Republik Kongo © WWF
Lage des Nationalparks in der Demokratischen Republik Kongo © WWF

Die zwei Teile des Parks sind durch den Monkoto-Korridor voneinander getrennt, ein 45 Kilometer breiter Streifen, in dem Anrainer des Parks siedeln. Der Park selber ist nahezu unbewohnt, auch da er nur per Flugzeug oder Boot erreichbar ist. Auch die Peripherie des Parks ist mit nur 3 Einwohnern per km² spärlich besiedelt.

 

Noch ist der Salonga Nationalpark ist weitestgehend intakt. Die Abholzungsrate ist mit 0,01% pro Jahr verschwindend gering. Aufgrund seiner Abgeschiedenheit in der Tiefe des Kongobeckens geht man davon aus, dass hier noch unzählige der Wissenschaft unbekannte Arten leben. Doch auch hier steigt der Druck auf den Park. Vor allem die illegale Jagd auf Elfenbein aber auch auf viele andere Wildtierarten zum Verzehr stellen ein großes Problem dar.

Arten im Fokus des WWF

Bonobo © naturepl.com / Karl Ammann / WWF

Bonobos

Besonders für die Bonobos hat der Salonga Park eine herausragende Bedeutung. Als weltweit einziges Schutzgebiet dieser Menschenaffenart leben 40% der gesamten Population in diesem Gebiet. Wilde Bonobos gibt es nur im Kongo südlich des Kongo-Flusses. Sie und waren bis 1929 unbekannt. Somit sind sie die zuletzt beschriebene  Menschenaffenart, dennoch gibt es noch vieles über sie, was wir nicht wissen.

 

98,7% des genetischen Codes der Bonobos stimmen mit dem der Menschen überein. Dies macht sie, zusammen mit den Schimpansen, zu unseren engsten Verwandten. Bonobos und Schimpansen sehen sich sehr ähnlich. Unterschiede gibt es aber in der Größe und in der Farbe: Bonobos sind etwas kleiner und dunkler. Auch die Verhaltensweisen unterscheiden sich: Bonobos sind friedlicher als ihre Schimpansen Vettern und die Gruppen werden von Weibchen angeführt.

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