In einer feierlichen Zeremonie wurde nun, nach Unterzeichnung der Verträge zur Finanzierung des Co-Managements des Salonga National Parks in der DR Kongo zwischen der KfW und dem WWF Anfang März im Hauptquartier des Parks die neue Managementstruktur besiegelt. An der Feier nahmen nationale und lokale Vertreter der Regierung, die lokale Bevölkerung sowie Vertreter der Geber, unter anderem der deutsche Botschafter, teil. Ab sofort wird der Salonga Nationalpark gemeinschaftlich vom WWF und der kongolesischen Naturschutzbehörde (ICCN) geleitet.

Junger Bonobo im Kongo © Karine Aigner / WWF-US
Junger Bonobo im Kongo © Karine Aigner / WWF-US

In den letzten Jahrzehnten konnte aus dem größten Nationalpark Afrikas, eines der letzten Refugien für bedrohte Wildtierarten im Kongo, wenig Positives vermeldet werden. Der Park litt unter den politischen Konflikten, Missmanagement und Korruption, was die massive Wilderei begünstigte. Trotz fehlender Straßen wurden Tonnen von Buschfleisch über das Flusssystem aus dem Park heraustransportiert. Und in den letzten Jahren vermehrt auch Elfenbein.

So groß wie der Park sind daher auch die Herausforderungen, denen sich das neue Management-Team stellen muss: Für eine Fläche, größer als Belgien, muss sowohl die Park-Ranger-Garde vergrößert und professionalisiert als auch die Infrastruktur des Parks aufgebaut werden. Um die Wilderei nachhaltig zu bekämpfen und illegale Aktivitäten zu kontrollieren, ist es wichtig, die Anrainerbevölkerung in das Naturschutzkonzept miteinzubeziehen und den Korridor zwischen den zwei Waldblöcken, die zum Park gehören, für Mensch und Tier gleichermaßen zu erhalten.

Mehr als jemals zuvor verstehen heute die Menschen, die um den Park und im Korridor leben, dass das Wohlergehen zukünftiger Generationen stärker mit einer gesunden Elefantenpopulation zusammenhängt als mit dem durch Elfenbeinschmuggel erzielten Gewinn.

Das Management des Parks ist ein ambitioniertes Projekt und kann nur erfolgreich sein, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen „Wir sind überzeugt davon, dass der Erfolg von Schutzgebieten in der DR Kongo nur durch die Partnerschaft mehrerer Akteure erreicht werden kann“, begrüßt der Generaldirektor Cosma Wilungula Balongelwa der ICCN die intensive Zusammenarbeit. Der WWF ist bereit, sich dieser wichtigen Aufgabe im Kongobecken zu stellen.

So können Sie helfen

  • Bonobo Jungtier im Baum © Karine Aigner / WWF USA Kongobecken

    Die Artenvielfalt der Region ist einzigartig: Die Kongo-Regenwälder beheimaten über 400 Säugetierarten, mehr als 1.000 Vogelspezies und wahrscheinlich über 10.000 Pflanzenarten. Weiterlesen ...