Kurz vor Sonnenaufgang, wenn der dichte Regenwald des Salonga-Nationalparks noch in Dunkelheit gehüllt ist, beginnt für die Forschungsteams und Fährtensucher:innen im Camp Inkomu der Tag. Bereits in den frühen Morgenstunden machen sie sich auf den Weg, um die Schlafnester einer Bonobo-Gruppe zu finden, die sie seit Monaten begleiten. Ihr Ziel ist es, das Vertrauen einer der am stärksten gefährdeten Menschenaffenarten Afrikas zu gewinnen.
Seit Ende 2023 läuft in Inkomu im Salonga-Nationalpark ein aufwendiges Habituierungsprogramm. Schritt für Schritt gewöhnen die Forscher:innen eine ausgewählte Bonobo-Gruppe über einen langen Zeitraum hinweg an die Anwesenheit von Menschen – ähnlich wie bei den Flachlandgorillas in Dzanga-Sangha, wo diese Methode seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert wird.