Doch der Titel Salongas als „Bonobo-Hochburg“ hat einen entscheidenden Knackpunkt: Die genaue Zahl der in Salonga lebenden Bonobos war lange unbekannt, denn es gab keine umfassende Studie über das riesige Gebiet des Parks, das 33.000 Quadratkilometer geschützten Wald und einen 9.000 Quadratkilometer großen Korridor menschlicher Siedlungen umfasst.
Um den Erfolg von Schutzmaßnahmen für einzelne Tierarten beurteilen zu können, sind jedoch verlässliche Daten über die Bestandsentwicklung notwendig. Wissenschaftler:innen des Max-Planck-Instituts wollten deshalb herausfinden, wie es genau um die Bestände der Bonobos im Salonga-Nationalpark steht.
Dafür haben sie in einer Studie aus dem Jahr 2024 die Daten von 13 Erhebungen ausgewertet, die zwischen den Jahren 2002 und 2018 in einem Gebiet von 42.000 Quadratkilometern im Salonga-Nationalpark und seinem Korridor mit einem Team von 48 Wissenschaftler:innen durchgeführt wurden.
Das Ergebnis: Trotz eines leichten Rückgangs der Population weist die Studie darauf hin, dass der Salonga-Nationalpark weiterhin eine Hochburg für die Bonobo-Population ist. Zwischen 8.000 und 18.000 der Menschenaffen leben in den Wäldern. Dieser Erfolg ist auf ein verbessertes Parkmanagement sowie auf kontinuierliche Forschung und Monitoring zurückzuführen. Sowohl Forschung als auch Monitoring sind wichtig, um Trends und Bedrohungen im Nationalpark besser zu verstehen.