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Stand: 25.06.2018

Kegelrobben - Das macht der WWF

Der WWF unterstützt die Rückkehr der Kegelrobbe an die deutsche Ostseeküste mit Projekten zu Monitoring, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Im Sinne eines präventiven Konfliktmanagements steht er in engem Dialog mit lokalen Küstenfischern.

1. Monitoring

Ziel: Mit einem ganzjährigen Kegelrobbenmonitoring verlässliche Daten über Anzahl, Alter, Geschlecht, physische Verfassung und Verhalten der Kegelrobben sammeln und so auf ihre Rückkehr vorbereitet sein, mögliche Störungen erkennen und minimieren.

Kegelrobbe (Halichoerus grypus) © Wild Wonders of Europe / Laurent Geslin / WWF
Kegelrobbe (Halichoerus grypus) © Wild Wonders of Europe / Laurent Geslin / WWF

Kooperation mit dem Biosphärenreservat Südost-Rügen: Der WWF hat das Biosphärenreservat bei der Anschaffung eines Bootes unterstützt, welches ein ganzjähriges Monitoring möglich macht. Bis 2009 gab es nur ein kleines, sehr einfaches und nur bedingt seetaugliches Boot. Die Kegelrobben halten sich in größeren Zahlen vorwiegend im Winter im Greifswalder Bodden auf. Dann herrschen oftmals Wetterverhältnisse, die mit dem vorhandenen Boot eine Ausfahrt zu den Robben und das Monitoring unmöglich machten. 

 

2. Auf die Rückkehr der Kegelrobbe vorbereitet sein: präventives Konfliktmanagement mit der Fischerei

Kegelrobben in der Ostsee bekommen ihren Nachwuchs in den Monaten Februar/März. Das ist im Greifswalder Bodden jedoch gleichzeitig Heringsaison. In den kommenden Jahren kann zu Beginn jedes Frühjahrs damit gerechnet werden, dass es erste Fortpflanzungserfolge geben wird und Jungtiere geboren werden. Dies wird Schutzmaßnahmen erforderlich machen, die insbesondere die Fischerei betreffen, wie z.B. zeitlich begrenzte fischereifreie Zonen und/oder Anpassungen des verwendeten Fischereigerätes.

Kegelrobbe (Halichoerus grypus) © Hans-Ulrich Roesner / WWF
Kegelrobbe (Halichoerus grypus) © Hans-Ulrich Roesner / WWF

Wissenschaftliche Untersuchungen aus Schweden/Finnland zeigen, dass sich erwachsene Robben selten in Fischernetzen verfangen. Ausnahmen sind eher eine Folge von Unfällen. Gefährdet sind jedoch die ganz jungen Tiere, die ihre Umgebung erkunden und erst lernen müssen, Gefahren einzuschätzen.

 

Wenn es einmal zur Koloniebildung gekommen ist, wird diese sehr schnell wachsen. Dabei wächst nicht nur die Kolonie in sich, sondern es kommt auch zur Zuwanderung von Jungtieren.

 

In der Vergangenheit war es zwischen den Positionen des Naturschutzes und der Fischerei zu Spannungen bezüglich der Schutzmaßnahmen für die Kegelrobbe gekommen. Deshalb verfolgt der WWF einen neuen, kooperativen Ansatz, der durch frühzeitige Einbeziehung der Fischerei diese Konflikte im Vorfeld ausräumt und Schutzmaßnahmen vorbereitet.

3. Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung

Das WWF-Projekt „Junior Ranger als Robbenbotschafter“ im Biosphärenreservat Südost-Rügen“ gab jungen Menschen die Möglichkeit die Kegelrobbe kennenzulernen und sich zum Robbenbotschafter ausbilden zu lassen. Weiterhin war der WWF, gemeinsam mit weiteren Partnern, maßgeblich an der Entwicklung und Finanzierung der Wanderausstellung „Wir sind zurück“ des Deutschen Meeresmuseums beteiligt.

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