Die Inventur dient nicht nur dazu, die Tierpopulationen zu erfassen, sondern auch dazu, die Artenvielfalt in der Region zu verstehen und den Einsatz der „Eco Guard“-Patrouillen zu planen. Eine Strafverfolgungseinheit, die die Wildtiere vor Wilderern schützen soll.
Denn die Wilderei von Elefanten sei weiterhin eine Bedrohung für Dzanga-Sangha, erklärt Stef de Béthune, Beraterin für Programmentwicklung beim WWF Zentralafrika. Umso wichtiger sei es, den Druck der Menschen auf die Wildtierpopulationen weiterhin zu beobachten.
„Wir verfolgen auch sozioökonomische Indikatoren, die gewissermaßen Hand in Hand mit der Wildtierbestandserhebung gehen”, sagt de Béthune. „Die Bevölkerungszahl in diesem Gebiet nimmt zu, während die Wildtierpopulation stabil bleibt und sich zunehmend auf bestimmte Gebiete konzentriert. Das zeigt, dass sich hier eine Spannung aufbaut.“
Eine Analyse früherer Wildtierbestandsaufnahmen in Dzanga-Sangha hat gezeigt, dass die Anwesenheit der „Eco-Guards“ den Druck durch den Menschen verringert und für die Aufrechterhaltung stabiler Populationen dieser gefährdeten Säugetierarten entscheidend ist.
Die Arbeit der Wildtierforscher:innen aus Dzanga-Sangha macht Mut: Elefanten und Gorillas halten sich stabil, der Schutz zeigt Wirkung. Doch die Konzentration der Tiere auf immer kleinere Gebiete zeigt auch, wie fragil dieses Gleichgewicht ist.
Damit aus Zahlen auch in Zukunft gute Nachrichten werden, braucht es Forschung, Technologie und engagierte Menschen vor Ort – und Unterstützung von außen. Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass Dzanga-Sangha auch morgen noch ein Zuhause für bedrohte Arten bleibt.