Die gefleckten Räuber haben sich im Laufe der Evolution hoch spezialisiert und sind dadurch anfällig geworden. Vor allem aber die Bedrohung und Bejagung durch den Menschen hat dazu geführt, dass Geparde inzwischen die seltensten großen Katzen Afrikas sind.

Nur noch etwa 7.000 Geparde leben auf dem afrikanischen Kontinent, nicht einmal ein Drittel so viele wie Löwen. In den letzten Jahren ist der Bestand noch einmal deutlich eingebrochen. Waren die schnellen Sprinter einst in allen afrikanischen Savannen und Wüsten verbreitet, findet man sie heute lediglich an wenigen Orten, vor allem südlich der Sahara.

In Asien besteht die einzig überlebende Population aus wahrscheinlich weniger als 50 Asiatischen Geparden im Norden Irans.

In diesen Regionen arbeitet der WWF zum Schutz der Geparde

Alles für die Schnelligkeit

Geparde sind berühmt für die enormen Geschwindigkeiten, die sie erreichen können – doch wie schnell sind Geparde eigentlich? Innerhalb von nur drei Sekunden schaffen sie es auf bis zu 95 Kilometer pro Stunde. Alles an ihnen ist auf den schnellen Sprint ausgelegt: ihr schlanker, drahtiger Körper, ihre langen Beine, die gepolsterten Sohlen und ihre Krallen, die sie nicht einziehen können. Wie Spikes setzen Geparde sie beim Lauf ein. Aufgrund ihrer Schnelligkeit sind Geparde sehr erfolgreiche Jäger.

Weniger erfolgreich sind die leicht gebauten Räuber aber in der Verteidigung ihrer Beute. Im Laufe der Evolution haben sie sich deshalb zur einzigen tagaktiven Katze der Welt entwickelt. So vermeiden sie, zur gleichen Zeit zu jagen wie Löwen, Hyänen und Leoparden. Denn wo sie sind, muss der Gepard nicht nur um seine Beute fürchten, sondern auch um sein eigenes Leben und das seiner Jungen.

Gepard nach der Jagd © Diana Rudenko / WWF
Gepard nach der Jagd © Diana Rudenko / WWF

Geparde: Mit Geschwindigkeit zum Jagd-Erfolg

Geparde werden 80 Zentimeter groß und bis zu zweieinhalb Meter lang und sind berühmt für ihre Schnelligkeit, die ihnen ihr gesamter Körperbau ermöglicht.

Besonders wichtig ist die Schnelligkeit der Geparden bei der Jagd. Neben ihrer Geschwindigkeit brauchen Gepaden aber auch Geduld: Stundelang liegen sie auf der Lauer, um ihre Beute – meist kleinere Antilopen – schließlich im schnellen Sprint zu Fall zu bringen.

Fast die Hälfte dieser Jagdversuche gelingt. Damit sind Geparde die erfolgreichsten unter den alleine und nicht in Rudeln jagenden Raubtieren.

Das macht der WWF zum Schutz der Geparde

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Kein Platz, kein Fressen, Konflikte mit Farmern

Mit der Landnutzung des Menschen schrumpft der Lebensraum der Geparde immer weiter. Auch die Bestände ihrer Hauptnahrungsquelle, der Gazellen, sind eingebrochen.

Anders als bei den meisten Tieren sind Schutzgebiete für Geparde nicht unbedingt wirksam: Sie müssen extrem groß sein, denn Geparde brauchen sehr viel Platz. Gleichzeitig häufen sich in geschützten Gebieten die natürlichen Feinde der vergleichsweise schwachen Räuber.

Die meisten Geparde leben heute auf dem großflächigen, offenen Farmland oder Gemeindeland, das sich über weite Teile der Savanne Afrikas erstreckt. Manche Farmer, die um ihre Nutztiere fürchten, bejagen die Raubkatzen gezielt – sodass sie zurzeit die größte Gefahr für die Geparde sind.

Will man die Geparde vor dem Aussterben bewahren, muss man den Mensch-Tier-Konflikt lösen.

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