Es raschelt, Äste schwingen, Blätter zittern. Jhan Serenato schaut nach oben. Ein Affe klettert zwischen den Ästen. Dann ein dumpfer Schlag: Eine Kakaofrucht fällt zu Boden. Nur wenig später kommt der Affe herunter, greift nach einem Teil der Frucht und verschwindet zwischen den Ästen.
„Siehst du, genau das meine ich. Die sind frech. Wenn schon, dann sollen sie wenigstens die ganze Frucht mitnehmen!“ Der Kakaobauer neben ihm hat Jhan Serenato gerade erzählt, dass die Affen immer wieder seinen Kakao fressen.
Jhan Serenato kennt das Problem. Seine Familie baut ebenfalls Kakao an. Solche Begegnungen sind in Caquetá keine Seltenheit. Tiere verlieren zunehmend ihre Nahrung und ihren Lebensraum. „Auf den Kakaoplantagen finden sie Früchte – und das ist für sie, als würde man auf einem Spaziergang plötzlich einen Topf voller Essen finden, der sagt: ‚Iss mich!‘“, sagt Jhan Serenato.