Bis in Lagen von 5.500 Metern Höhe der Hochgebirge Zentralasiens und des Himalajas ist der Schneeleopard gelegentlich anzutreffen. An dieses Leben ist der Einzelgänger hervorragend angepasst. Seine kurzen Vorderbeine, die dicken Pranken sowie die gut ausgebildete Brustmuskulatur machen ihn zu einem geschickten Kletterer. Der lange, dicke Schwanz dient der Balance und seine weiß-graue Färbung mit dunklen Ringen tarnt ihn im felsigen, verschneiten Lebensraum perfekt. Eine wichtige Voraussetzung, denn Schneeleoparden sind Anschleichjäger und nähern sich ihren Opfern bis auf einen halben Meter, bevor sie angreifen. Ihre bevorzugte Beute sind Huftiere wie Blauschafe oder Steinböcke, aber auch Murmeltiere und größere Vögel. Die Beutetiere können das Gewicht des Schneeleoparden bis um das dreifache übersteigen. Da auch Ziegen, junge Yaks und andere Nutztiere zu ihrem Beutespektrum gehören, kommt es immer wieder auch zu Konflikten mit Hirten und Bauern.

Der Ruf der Schneeleoparden ist ein lang gezogenes Heulen, das oft als Schrei des Fabelwesens Yeti interpretiert wird.

Schätzungsweise ca. 4.200 - 6.400 Individuen insgesamt (Stand 2017) leben in der Wildnis der asiatischen Hochgebirge. In der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN wird er als „gefährdet“ eingestuft. Neben der Zerstörung seines Lebensraums und Konflikten mit sich weiter ausbreitenden menschlichen Siedlungen sind illegale Jagd und Handel eine Hauptbedrohung für die gefährdete Großkatze. Ihr Pelz – schon Anfang des letzten Jahrhunderts ein begehrter Rohstoff – lässt sich für bis zu 500 US-Dollar gewinnbringend verkaufen.

Noch wertvoller sind die Knochen des Schneeleoparden. Bis zu 10.000 Dollar werden auf dem Schwarzmarkt für ein vollständiges Skelett gezahlt. Der Hochgebirgsjäger ist Leidtragender erfolgreicher Handelskontrollen bei anderen Großkatzen. Denn der Rückgang im Handel mit Tigerknochen lenkt die Nachfrage unter anderem auf die Knochen des Schneeleoparden.

Der WWF unterstützt zahlreiche Schutzinitiativen, um die letzten Schneeleoparden zu erhalten. So setzt die Umweltstiftung beispielsweise Anti-Wilderer-Einheiten ein, klärt die lokale Bevölkerung über die Gefährdung der Schneeleoparden auf und leistet Ausgleichsmaßnahmen, wenn die Raubkatzen Vieh gerissen haben.

Der Schneeleoparden im Steckbrief

Verwandtschaft Ordnung der Raubtiere, Familie der Katzen
Größe 90 – 130 cm Kopfrumpflänge, bis 60 cm Schulterhöhe, rund 100 cm Schwanzlänge, Männchen etwas größer als Weibchen
Gewicht bis 55 kg bei Männchen, Weibchen etwas leichter als Männchen
Besonderheiten dickes, langes, gemustertes Fell, breite, behaarte, Schneeschuhartige Tatzen, besonders langer Schwanz, geschickter Kletterer, Sprünge bis zu 9 m, Spitzname: „Geist der Berge“
Soziale Organisation Einzelgänger
Fortpflanzung Paarungszeit von Januar bis März, Tragzeit von rund 100 Tagen, Geburten in Verstecken 
Jungtiere 1 - 4, meist 2 - 3 Jungtiere pro Wurf, Nesthocker, Selbstständigkeit mit 18 - 24 Monaten
Lebenserwartung bis 12 Jahre in freier Wildbahn
Geografische Verbreitung  Hochgebirgsregionen Asiens: Altai, Tian Shan, Kunlun-Gebirge, Pamir, Hindukusch, Karakorum und Himalaya 
 Lebensraum alpine Graslandschaften und Buschsteppen sowie hochgelegene Wälder im Hochgebirge, im Sommer oberhalb der Baumgrenze und unterhalb der Schneegrenze in Höhenlagen von ca. 2.700 bis 5.000 m, im Winter auch in tieferen Lagen
Ernährung Fleischfresser, Hauptbeutearten sind größere Huftiere wie Blauschafe, Schraubenziegen und Mufflons, Schleich- und Lauerjäger, spielen als Spitzenprädatoren eine wichtige Rolle im Ökosystem
Bestandsgröße ca. 4.200-6.400 Individuen insgesamt (Stand 2017), Trend: abnehmend 
Gefährdungsstatus „gefährdet“ (Internationale Rote Liste)

Wo werden Schneeleoparden in der zoologischen Systematik eingeordnet?

Von Ordnungen, Familien und Arten

Schneeleopard © Thinkstock / iStock / Getty Images
Schneeleopard © Thinkstock / iStock / Getty Images

Der Schneeleopard (Panthera uncia) oder auch Irbis genannt gehört zur Ordnung der Raubtiere, zur Familie der Katzen und ebenso wie der Tiger, der Löwe, der Jaguar und der Leopard zur Gattung der Pantherkatzen. Über die genaue Zuordnung der Schneeleoparden herrschte lange Zeit Uneinigkeit. Zuvor bildeten die Schneeleoparden als Uncia uncia eine eigene Gattung neben den Pantherkatzen und Nebelpardern innerhalb der Eigentlichen Großkatzen. Molekularbiologische Studien in den 1990er Jahren und genetische Untersuchungen in den 2000er Jahren zeigten nun jedoch die Zugehörigkeit zu den Pantherkatzen. Obwohl es der Name vermuten lässt, gehört der Schneeleopard nicht zur Art der Leoparden. Innerhalb der Art der Schneeleoparden werden zwei Unterarten unterschieden, zum einen die Unterart P. u. uncia, die in Zentralasien, der Mongolei und Russland vorkommt sowie die Unterart P. u. uncioides, die in Westchina und dem Himalaya beheimatet ist. Diese Gliederung ist allerdings noch nicht wissenschaftlich gesichert.

Wie sehen Schneeleoparden aus?

Merkmale, Eigenschaften und Besonderheiten

Ausgewachsene Schneeleoparden erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 90 bis 130 Zentimetern und wiegen bis zu 55 Kilogramm. Die Schulterhöhe beträgt bis zu 60 Zentimeter, die Länge des Schwanzes etwa einen Meter. Die Weibchen sind etwas kleiner und leichter als die Männchen. Schneeleoparden sind perfekt an das Leben im kalten Hochgebirge angepasst. Zusammen mit den Amur-Leoparden und Amur-Tigern sind sie die einzigen Großkatzen, die mit extremer Kälte zurechtkommen. Das Fell der Schneeleoparden ist lang und dick. Im Winter werden die Deckhaare am Rücken bis zu fünf und am Bauch bis zu 12 Zentimeter lang. Außerdem wärmt sie ein dichtes Unterfell. Dadurch wirken Schneeleoparden stämmiger als sie sind.

Mit ihren Fellfarben und ihrer Zeichnung sind Schneeleoparden in ihrem Lebensraum perfekt getarnt, wenn sie auf Beutejagd gehen. Die Grundfarbe des Fells am Rücken und den Seiten reicht von hellgrau bis graubraun, die Rosetten und Flecken sind dunkelgrau bis schwarz. Dabei besitzt jedes Tier eine individuelle Zeichnung. Die Brust und die Körperunterseite sind weiß. Als Anpassung an das Leben in gebirgigem Gelände haben Schneeleoparden kräftige Extremitäten, eine gut entwickelte Brustmuskulatur und breite, behaarte Tatzen, wodurch eine Art Schneeschuheffekt entsteht und die Sohlen vor Kälte geschützt sind. Schneeleoparden bewegen sich sicher in schwierigem Gelände und können sehr gut klettern und springen, bis zu neun Meter weit. Der besonders lange Schwanz hilft dabei das Gleichgewicht zu halten. Außerdem können sie ihn sich wie einen langen Schal umschlingen, um sich zusätzlich vor Kälte zu schützen.

Wie für Katzen typisch haben Schneeleoparden auch eine kurze Schnauze. Durch die Verkürzung der Kiefer ist die Beißkraft erheblich verstärkt. Der gewölbte Schädel bietet den vergrößerten Nasenhöhlen Platz. Dies ist wahrscheinlich eine Anpassung an die Kälte. Die Ohren sind klein, rundlich geformt, schwarz umrandet und sitzen weit auseinander stehend. Anders als ihre nächsten Verwandten können Schneeleoparden nicht brüllen. Wenn sie sich zu Wort melden wollen, miauen, knurren, brummen oder jaulen sie.

Wie leben Schneeleoparden?

Die soziale Organisation, Aktivität und Kommunikation

Schneeleoparden © Ola Jennersten / WWF-Sweden
Schneeleoparden © Ola Jennersten / WWF-Sweden

Schneeleoparden sind, wie es für Katzen typisch ist, Einzelgänger und bleiben gerne ungesehen. Wenn sie vom Menschen ungestört leben, sind sie sowohl nachts wie auch tagsüber aktiv. In der Nähe von Menschen lassen sie sich während des Tages allerdings nicht blicken und werden deshalb auch „die Geister der Berge“ genannt. Sie leben territorial und kommunizieren über Duftmarken mit Urin und Kot sowie über Kratzspuren. Die Größe der Territorien ebenso wie die Zahl der Schneeleoparden in einer Region ist abhängig von der Beschaffenheit des Geländes und natürlich der Dichte der Beutetiere. In den Zentren des Verbreitungsgebietes der Schneeleoparden sind die Reviere ca. 10-36 Quadratkilometer groß. In beuteärmeren Regionen sind die Territorien hingegen viel größer und können sich über weit mehr als 100 km² erstrecken. Während die Schneeleopardendichte in weiten Teilen des Verbreitungsgebiets gering ist und nur ein adultes Tier pro 100-200 km² vorkommt, gibt es Regionen, in denen bis zu zehn Schneeleoparden auf einer Fläche von 100 km² leben. Im Annapurna-Schutzgebiet in Nepal beträgt die Dichte der Schneeleoparden beispielsweise 5-7 Tiere/ 100 km².

Was ist über die Fortpflanzung von Schneeleoparden bekannt?

Von der Paarung über die Entwicklung der Jungen bis zum Erwachsenenalter

Schneeleoparden werden etwa mit zwei bis vier Jahren geschlechtsreif. Die Paarungszeit findet zwischen Januar und März statt. In dieser Zeit setzen die Schneeleoparden Duftmarken und rufen auf der Suche nach einem Geschlechtspartner/einer Geschlechtspartnerin. Wenn sich ein Paar zusammen gefunden hat, paart es sich mehrere Tage lang immer wieder, etwa 12 bis 36 Mal pro Tag.

Bei erfolgreicher Befruchtung werden nach einer Tragzeit von rund 100 Tagen ein bis vier Junge geboren. Meistens sind es zwei bis drei Junge. Die Geburt findet an einem versteckten Ort wie z.B. einer Höhle oder einer Felsspalte statt, den das Weibchen mit ausgezupften Haaren ihres Fells auskleidet. Die Jungen haben ein Geburtsgewicht von 320-567 Gramm und tragen ein dichtes, wolliges Geburtsfell, welches sie vor Kälte schützt. Bei der Geburt sind die Jungen noch blind und öffnen erst nach etwa neun Tagen die Augen. In den ersten Tagen nach der Geburt bleibt das Muttertier immer in der Nähe, um sich rund um die Uhr um ihren Nachwuchs zu kümmern und die Jungen zu säugen. Diese wachsen schnell heran und nehmen 300-500 Gramm pro Woche an Gewicht zu. Nach zehn Wochen wiegen die Jungen bereits an die sechs Kilogramm und werden entwöhnt. Im Alter von zwei bis vier Monaten fangen die Jungtiere an die Mutter auf die Jagd zu begleiten. Dabei stören sie jedoch zunächst mehr als dass sie eine Hilfe wären. Erst nach etwa 18 bis 24 Monaten haben die Jungen genug gelernt, um alleine zurechtkommen zu können. Die Männchen beteiligen sich nicht an der Jungenaufzucht.

Wo leben Schneeleoparden?

Ihr Verbreitungsgebiet früher und heute

Schneeleopard in der Mongolei © naturepl.com / Valeriy Maleev / WWF
Schneeleopard in der Mongolei © naturepl.com / Valeriy Maleev / WWF

Das Verbreitungsgebiet der Schneeleoparden erstreckt sich in Zentral- und Südasien über mehrere Hochgebirgsregionen vom südlichen Sibirien bis zum Hochland von Tibet. Sie kommen im Altai, Tian Shan, Kunlun-Gebirge, Pamir, Hindukusch, Karakorum und Himalaja in den folgenden zwölf Ländern vor: Afghanistan, Bhutan, China, Indien, Kasachstan, Kirgisistan, Mongolei, Nepal, Pakistan, Russland, Tadschikistan und Usbekistan.

In welchem Lebensraum kommen Schneeleoparden vor?

Schneeleoparden leben im abgelegenen steilen, felsigen Hochgebirge. Sie kommen sowohl in alpinen Graslandschaften, alpinen Buschsteppen als auch in hochgelegenen Wäldern vor. Für gewöhnlich verbringen sie den Sommer oberhalb der Baumgrenze und unterhalb der Schneegrenze in Höhenlagen von ca. 2.700 bis 5.000 Metern. Im Winter, wenn die Beutetiere wegen des Schneefalls in tiefere Lagen ziehen, folgen die Schneeleoparden ihnen. Für den Wechsel in andere Regionen müssen Schneeleoparden manchmal bis zu 65 Kilometer offenes Gelände überqueren.

Wie ernähren sich Schneeleoparden?

Alles über ihre Nahrung und Ernährungsweise

Schneeleopard mit Beute © Jed Weingarten / Wild Wonders of China / WWF
Schneeleopard mit Beute © Jed Weingarten / Wild Wonders of China / WWF

Schneeleoparden ernähren sich mehr oder weniger ausschließlich von Fleisch. Dabei können sie sogar Beutetiere jagen, die sechsmal so viel wiegen wie sie selbst. Ihre Hauptbeutearten sind Blauschafe, Himalaya-Tahre, Schraubenziegen, Sibirische Steinböcke, Riesenwildschafe und Mufflons. In manchen Regionen stehen zudem Wildesel, Moschustiere, Wildschweine und Gazellen auf der Speisekarte. Während der Sommermonate sind kleine Tiere wie Murmeltiere, Pfeifhasen, Hasen, Kaninchen, Fasane und Wühlmäuse ein wichtiger Teil der Beute. Eine Untersuchung der Ernährungsweise von Schneeleoparden hat gezeigt, dass der Anteil an Murmeltierfleisch im Sommer bis zu 45% der Gesamtnahrungsmenge ausmachen kann. Außerdem kommt es immer wieder vor, dass Schneeleoparden auch Haus- und Nutztiere wie Schafe, Ziegen, Kühe, Pferde, Yaks und Hunde reißen, was natürlich zu Konflikten zwischen Wildtieren und Menschen (Human Wildlife Conflicts) führt. Auch Pflanzenteile wie Zweige von Rispelsträuchern und Tamariskengewächsen gehören zwischendurch mal zum Nahrungsspektrum.

Schneeleoparden sind Schleich- und Lauerjäger und jagen bevorzugt in der Morgen- und Abenddämmerung, aber je nach Bedingungen auch während des Tages und der Nacht. Sie halten von hohen Felsen aus Ausschau und suchen entlang von Wildpfaden, Flussterrassen und in Schluchten nach Beutetieren. Der Angriff aus dem Hinterhalt erfolgt typischerweise von einem erhöhten Ausgangspunkt aus. Schneeleoparden jagen ihrer Beute auch an steilen Hängen nach und verfolgen sie mit einem kurzen Sprint etwa 200 bis 300 Meter weit. Die Tötung der Beute erfolgt je nach Größe des Beutetieres mit einem Kehl- oder Nackenbiss. Um die Aufmerksamkeit von Krähen und Geiern zu vermeiden, zerren Schneeleoparden ihre Beute oftmals an einen geschützten Ort. Dort halten sie sich dann bis zu fünf Tage lang auf bis die Beute optimal verwertet ist und nur noch die Knochen übrig sind. Die Nahrungsaufnahme erfolgt je nach Jagderfolg und Beutegröße unregelmäßig. Dabei beträgt der durchschnittliche Fleischbedarf ca. 1,5 kg/Tag. Ein Blauschaf ernährt einen Schneeleoparden also beispielsweise etwa eine Woche lang. Weibchen haben während der Jungenaufzucht einen wesentlich höheren Kalorienbedarf und benötigen etwa zwei- bis dreimal so viel Nahrung.

Wie viele Schneeleoparden gibt es?

Ihr Bestand in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Schneeleoparden spielen in ihrem Verbreitungsgebiet eine wichtige Schlüsselrolle. Sie sind die Top-Prädatoren in ihrem Lebensraum, stehen also an der Spitze der Nahrungskette und sind somit ein besonders wichtiger Teil des natürlichen Nahrungsnetzes. Nur dort, wo genügend große Beutetiere vorhanden sind und wo der Einfluss des Menschen noch nicht zur Zerstörung der fragilen Hochgebirgsökosysteme geführt hat, können sie vorkommen. Somit sind sie Indikatoren für gesunde Lebensräume in großen Höhenlagen.

Aufgrund ihrer zurückgezogenen Lebensweise sind Untersuchungen zur Bestandsgröße und -entwicklung der Schneeleoparden schwierig und aufwendig. Die Gesamtzahl des Bestandes wird auf 4.200-6.400 Tiere geschätzt (Stand 2017). Die meisten Schneeleoparden leben dabei mit etwa 2.000-2.500 Tieren in China und mit ca. 806-1.127 in der Mongolei. Des Weiteren werden die lokalen Bestände in Indien auf 200-600, in Nepal und Kirgisistan auf je bis zu 500, in Pakistan auf 200-420, in Tadschikistan auf 180-220, in Afghanistan auf 100-200, in Bhutan auf 79-112, in Kasachstan auf 100-110, in Russland auf 70-90 und in Usbekistan auf 20-50 Schneeleoparden beziffert. Allerdings sind bisher nur die Bestände der Schneeleoparden in Bhutan und der Mongolei mit Hilfe von verlässlichen, d.h. wissenschaftlich basierten Methoden erhoben worden. In allen anderen Ländern handelt es sich um Schätzungen.

Sind Schneeleoparden vom Aussterben bedroht?

Ihr Gefährdungs- und Schutzstatus

Laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gelten Schneeleoparden als gefährdet. In ihrem gesamten Verbreitungsgebiet sind sie nach nationalem Recht aller zwölf Verbreitungsstaaten geschützt und im Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES im Anhang I gelistet. Somit ist heute jeder internationale kommerzielle Handel verboten.

WWF-Projekte zum Schutz der Schneeleoparden

Der WWF unterstützt zahlreiche Schutzinitiativen, um die letzten Schneeleoparden zu erhalten. So setzt die Umweltstiftung beispielsweise Anti-Wilderer-Einheiten ein, klärt die lokale Bevölkerung über die Gefährdung der Schneeleoparden auf und leistet Ausgleichsmaßnahmen, wenn die Raubkatzen Vieh gerissen haben.

Weitere Informationen zu Schneeleoparden

  • Leoparden und Schneeleoparden

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