| Lebensraum | Der Buckelwal ist weltweit in polaren bis tropischen Meeren verbreitet und unternimmt saisonale Wanderungen zwischen diesen Lebensräumen. Er hält sich vorwiegend auf dem offenen Meer auf, ist aber in den Fortpflanzungsgebieten der Tropen auch in Küstennähe anzutreffen. |
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| Geografische Verbreitung | Buckelwale dringen auf der Nordhalbkugel bis in die Tschukschen See zwischen Russland und Alaska vor sowie im Atlantik bis nach Spitzbergen und darüber hinaus. In der südlichen Hemisphäre kommen sie im Sommer bis um den antarktischen Kontinent vor. |
| Gefährdungsstatus | IUCN: "nicht gefährdet", CITES: Anhang I |
| Bestandsgröße | Weltweit mindestens 140.000 Individuen, vermutlich mehr. Nordatlantik: 20.000, Nordpazifik: 22.000, Südhalbkugel: 97.000, Trend: steigend |
Der Buckelwal im Steckbrief
Gute Sänger und trickreiche Akrobaten
Trotz seines eher gedrungenen Körperbaus ist der Buckelwal der Akrobat unter den Großwalen. Er ist bekannt für spektakuläre Sprünge und er schlägt oft mit seinen Brust- und Schwanzflossen auf die Meeresoberfläche. Buckelwale sind auch bekannt für ihre langen und komplexen Gesänge. Die Männchen singen normalerweise während der Fortpflanzungszeit im Winter, um Weibchen anzulocken.
Buckelwale werden zwischen elf und maximal 18 Metern lang und erreichen ein Körpergewicht von etwa 25-35 Tonnen (selten bis 40 Tonnen). Weibchen sind in der Regel ein bis eineinhalb Meter länger. Die Kälber haben bei der Geburt eine Länge von etwas mehr als vier Metern. Sie erreichen eine Lebensspanne von mindestens 50, vermutlich sogar bis zu 75 Jahren.
Die Körperoberseite der Buckelwale ist schwarz, blauschwarz oder dunkelgrau gefärbt. Die Furchen, Flanken und Unterseiten der Schwanz- und Brustflossen können schwarz oder weiß (meist auf der Südhalbkugel) bzw. gemustert sein. Die bedeutendsten Merkmale des Buckelwals sind seine langen Brustflossen (Flipper) und die individuelle Schwanzflosse (Fluke). Die Flipper erreichen ein Drittel der Körperlänge. Die große Fluke der Buckelwale ist deutlich eingekerbt und hat an der Unterseite eine für jeden Wal einmalige Pigmentierung. Experten sind durch diese individuelle Farbgebung in der Lage, weltweit tausende von Buckelwalen zu unterscheiden und wieder zu erkennen. Sie sind der Fingerabdruck der Buckelwale.
Der Buckelwal kommt weltweit in allen Ozeanen von den polaren bis tropischen Gebieten vor, ist jedoch nur selten Besucher von Randmeeren wie der Nord- und Ostsee.
Da Buckelwale mit sieben Kilometern pro Stunde relativ langsame Schwimmer sind und sich manchmal neugierig Schiffen nähern, waren sie schon von jeher eine begehrte Beute für Menschen. Die intensivste Fangperiode auf Buckelwale begann im frühen 20. Jahrhundert mit dem Aufbau von Walfangstationen auf Inseln um die Antarktis. Nach dem rapiden Rückgang der Buckelwalbestände erließ die Internationale Walfangkommission (IWC) 1963 ein Jagdverbot für Buckelwale. Seit 1986 fallen sie unter das Walfang-Moratorium und sind auf Aufhang I des Washingtoner Artenschutzabkommen gelistet, womit sie unter Handelsverbot stehen.
Mittlerweile haben sich die Buckelwalbestände wieder etwas erholt. Trotzdem sind sie durch Schiffskollisionen, Meeresverschmutzung, Klimakrise und durch industriellen Lärm gefährdet. Immer wieder verfangen sich die Wale auch in Fischernetzen, wie etwa 2026 der Buckelwal in der Ostsee.
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